Unterhaltung

Humorvolle Stellenanzeige für neuen Kneipenwirt in Wöllnau

Die Bürger in Wöllnau suchen verzweifelt einen neuen Wirt für ihre Dorfkneipe. Nun hat sich Bürgermeister Roland Märtz der Sache angenommen und das auf eine sehr amüsante Art und Weise.

Freitag, 07.04.2017, 09:43 Uhr, Autor: Felix Lauther
Wirtin zapft Bier ab

Das sächsische Dörfchen Wöllnau sucht mit viel Humor einen neuen Kneipenwirt für den „Alten Heidekrug“. (© Microgen / fotolia)

Wöllnau sucht einen neuen Wirt für die einzige Dorfkneipe des 250-Seelen-Örtchens. Leider klappt das nicht so recht. Auch Bürgermeister Roland Märtz (57, CDU) ist in die Suche nach einem geeigneten Kandidaten oder Kandidatin bereits seit zwei Jahren erfolglos involviert. Es will sich partout kein neuer Betreiber für die Lokalität mit Saal und Freisitz finden.

Roland Märtz gibt aber nicht auf und greift zu einer der besten Waffen, die es gibt: den Humor. Der Textinhalt der neuen Stellenanzeige kursiert im Netz und sorgt für definitiv für Lacher und somit auch für dringend benötigte Aufmerksamkeit, wie Bild Online berichtet.

„Du solltest Dich ab und zu um die Dorfschönheit kümmern!“
Darin steht: „Du solltest Bier zapfen können! Kochen wäre auch nicht schlecht! Du solltest Schnaps vertragen! Grundkenntnisse im Skat oder Doppelkopp sind Pflicht! … Und sicherlich musst Du Dich ab und an auch mal um die Dorfschönheit ‘kümmern‘!“, wie die Bild Auszüge aus der Textanzeige zitiert. „Nichts was zu viel verlangt wäre, oder?“, fragt der Bürgermeister rhetorisch. Wer jetzt glaubt, dass Roland Märtz der geistige Schöpfer des Textes ist, liegt jedoch falsch. Das Dorfoberhaupt hat sich hier Hilfe von den kreativen Köpfen und Veranstaltern der Matschfußball-Meisterschaft geholt. Die wüssten ja bekanntlich, wie man ein verschlafenes Dorf in Partystimmung bringt.

Wer sich als ortsnaher Branchen-Profi nun berufen fühlt, Wöllnau mit seinem gastronomischen Service aus der Misere zu helfen, dem sei noch Folgendes mit auf den Weg gegeben: Die Pacht für den „Alten Heidekrug“ beträgt 400 Euro. Der Saal bietet Platz für 180 Personen. Die Gemeinde habe sich, laut Informationen der Bild Onlineredaktion, bereit erklärt, die Küche mit eigenen Mitteln zu sanieren. Roland Märtz ergänzt: „Geschenkt bekommt man hier nichts, aber treu sind wir und dankbar.“ (Bild.de / FL)

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