Facts for FUN: Was soll das Loch im Flaschenboden?

Für die typische Wölbung an Weinflaschen gibt es mehrere Gründe. Misstrauische Zeitgenossen vermuten dahinter gar eine Mogelpackung: Dann passe mehr in die Flasche. Doch das ist nicht der Grund…

Donnerstag, 03.11.2016, 09:25 Uhr, Autor: Markus Jergler
Leere Flaschen gestapelt

Foto: © dmZ / Pixabay, Montage: HOGAPAGE

Dient das Loch etwa als Griffmulde, damit das Einschenken leichter fällt? Quasi wie eine ergonomisch geformte Daumenmulde für den eleganten Schwung aus dem Handgelenk?

Charmante Idee, aber auch das trifft nicht zu. Es ist vielmehr eine Frage des Druckausgleichs. Beim Verkorken ist der Druck auf die Seiten und den Boden der Flasche enorm groß. Und bei perlenden Getränken wie Champagner und Sekt bleibt der Druck durch die Gase ebenfalls hoch. Die Innenwölbung am Flaschenboden verteilt diese Kraft gleichmäßiger auf die Glasflächen und verringert damit das Risiko des Bruchs.

Ein praktischer Grund könnte aus den ersten Tagen der Glasherstellung stammen: Bei mundgeblasenen Flaschen gelang manchmal kein völlig planer Flaschenboden und das Gefäß kippelte. Erst die Mulde sorgte dann für mehr Standfestigkeit.

Quizfrage 2: Wie heißt das Loch im Flaschenboden?

Bleibt noch die Frage nach dem Fachbegriff der Druckausgleichsmulde. „Culot de Bouteille“ nennt es sich. Auf Französisch heißt „Culot“ Loch und „Bouteille“ ist die Flasche.

Verfasser: HOGAPAGE Redaktion – pha

Quelle: weinplus.eu

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