TV-Koch im Lästermodus

Frank Rosin stänkert gegen junge Koch-Generation

TV- und Sternekoch Frank Rosin spuckt dem Koch-Nachwuchs in die Suppe. Bei der Kritik des Dorstener Gastronoms spielen die neuen Medien eine zentrale Rolle.

Montag, 10.07.2017, 11:09 Uhr, Autor: Felix Lauther
Frank Rosin

Frank Rosin kritisiert, dass junge Gastronomen heute ihre Speisen viel zu oft auf sozialen Netzwerken inszenieren. (© dpa)

Sternekoch Frank Rosin ist ein erfahrener Gastronom. Mit der TV-Sendung „Rosins Restaurant“ versucht er andere Gastro-Profis aus Deutschland vor dem Pleitegeier zu retten.

Seine jüngsten Aussagen streuen dem Gastro-Nachwuchs jedoch richtig Salz in die Suppe. Wie Bild Digital berichtet, geht es um folgende Aussage: „Ein Tipp für die kommende Generation: Versucht’s mal wieder mit dem besten Geschmack und nicht mit dem besten Foodfoto!” Auf Nachfrage der „Bild“ wollte Rosin keine Namen nennen. Seine Haltung ist jedoch unmissverständlich: Köche, die ihr Essen lieber schön in Szene setzen, um es dann auf Instagram, Facebook oder Snapchat zu posten, sollten lieber mehr Wert auf dessen Zubereitung legen. Die harte Arbeit hätte „den Respekt und wahre Wertschätzung verdient“, wie auf Bild.de weiter heißt.

Einmal in Fahrt gekommen, lässt Frank Rosin nicht locker: „Natürlich muss ein Gericht auch gut aussehen, das Auge isst schließlich mit. Aber der Nachwuchs definiert sich nur noch über das malerische Anrichten der Teller für Social Media: Foodporn, instapics oder ChefsTalk. Da gibt es zu viele eitle Maulhelden, die nur Illusionen verkaufen.”

Der TV-Star erkenne bei seiner Gastro-Branche Parallelen zur Popmusik: „Die Jungen werden schnell auf ein Podest gehoben – aber was ist in zwei Jahren? „Die sollen kochen, nicht posten!” (Bild.de / FL)

 

 

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