Unterhaltsames

Facts for FUN: Welche „süße Plörre“ wurde immer unbeliebter?

Süß und günstig – so ließ sich das gesuchte Getränk bereits zu seiner erfolgreichsten Zeit beschreiben. Der einstige Exportschlager büßte jedoch stark ein. 

Dienstag, 29.11.2016, 10:14 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Verkaufszahlen Liebfrauenmilch

Grafik: HOGAPAGE

So mancher Weinkenner rümpft die Nase, wenn er an das Weißwein-Cuvée Liebfrauenmilch erinnert wird. Dabei gehörte die Liebfrauenmilch in den 1980er und 1990er Jahren zu den beliebtesten Weißweinsorten. Den Beinamen „Süße Plörre“ hat der Wein aber nicht nur nach Ansicht seiner treuen Anhänger nicht verdient.

Der liebliche Weißwein muss zu mindestens 70 % aus den Rebsorten Riesling, Müller-Thurgau, Bacchus, Silvaner und Kerner bestehen und eine Restsüße von mindestens 18 Gramm pro Liter haben.

Dabei hat der Rebensaft eine lange Tradition. Bereits in Jahr 1744 wurde die „Lieben Frauen Milch“ in Worms erwähnt. Das Traubenerzeugnis durfte nur dann so genannt werden, wenn die Reben dort gewachsen waren, „soweit der Turm der Liebfrauenkirche seinen Schatten werfe“. Da der Begriff nicht geschützt war und der Wein im 19. Jahrhundert immer beliebter wurde, gab es bald immer mehr Wein, der als Liebfrauenmilch verkauft wurde.

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