Hygiene

Die drei ekligsten Restaurants Deutschlands

Es gibt teure Sternelokale, bürgerliche Wirtschaften und Imbissbuden für das schnelle Essen auf die Hand. Leider nehmen es manche Betreiber, wenn auch zum Glück nicht viele, mit den Hygienevorschriften alles andere als genau. Trotzdem wurden auch dieses Jahr wieder „Restaurants“ vom Gesundheitsamt dicht gemacht.

Mittwoch, 21.12.2016, 15:24 Uhr, Autor: Markus Jergler
Ausschnitt dreckige Küche

Foto: © Ordnungsamt Frankfurt

Jedes Jahr müssen Restaurants und Lokale, welche gegen die Gesundheitsvorschriften verstoßen schließen. Natürlich gibt es kleinere und größere Verstöße. Die folgenden drei Beispiele gehören aber definitiv zu den Extremfällen.

Platz 3. Mäusekot, mangelhafte Hygiene und Dreck
Ernst-Ulrich Schassberger ist wahrscheinlich vielen älteren Menschen im Großraum Stuttgart bekannt. Der mittlerweile 70 Jahre alte Küchenmeister wurde wegen seiner enormen Verstöße gegen die Hygienevorschriften zu einem Jahr und drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Auf Kalbshaxe, Rehbraten und anderen Lebensmittel sowie an der Gebäudedecke fanden die Kontrolleure starken Schimmelbefall. In der Küche lag Mäusekot herum, im Keller tummelten sich Kakerlaken, die Maschinen waren mit Keimen und die Grütze mit Pilzen übersät. Neben vergammelten Fischfilet gab es außerdem abgelaufene Haltbarkeitsdaten und schmutzige Sanitäreinrichtungen. (Südwest Presse)

Platz 2. Schwarzschimmel und Nagetiere
In Frankfurt mussten 2016 mehrere Restaurantbetreiber zusperren. Laut den Behörden war ein Bistro im Bahnhofsviertel jedoch der absolute Höhepunkt. So fanden die Kontrolleure eine illegale Küche in den Kellerräumen, in welchen sich der Schwarzschimmel bereits auf Decke und Wänden ausgebreitet hat. Ein Geruch von Mäuse-Urin lag in der Luft, Nagetiere liefen umher und der Gastraum im Erdgeschoss war in desolatem Zustand und extrem verschmutzt. (hessenschau)

Platz 1. Tote Tiere, Säure und Fett
Einem Nürnberger Gastronom, 44 und vorbestraft, wurde in diesem Jahr der Prozess gemacht. Bei einer Kontrolle des Nürnberger Ordnungsamtes kamen erschreckende Zustände ans Licht. Angekochte Enten hingen an improvisierten Gestängen herum, der Fleischsaft tropfe auf Arbeitsfläche und auf den Boden, welcher mit Pappkartons ausgelegt war. In den Kühlschränken standen – offensichtlich wochenlang – Lebensmittel, die unverpackt waren. Eine offene Dose Ananas war bereits so stark angegriffen, dass bereits das Metall begann sich aufzulösen. Das Lokal wurde sofort geschlossen. (MJ)

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