Urlaubsplanung

Inspiration Instagram

Wer heute eine Reise bucht, informiert sich vorab gerne erst einmal über die Fotomotive, die das gewünschte Ziel hergibt. Eine Studie zeigt nun, wie sehr Social Media und Influencer uns beeinflussen.

Mittwoch, 08.05.2019, 09:51 Uhr, Autor: Kristina Presser
Frau fotografiert aus einem Flugzeugfenster hinaus

Viele Urlauber suchen nach Urlaubsideen auf Instagram und Co. (Foto: © obs/Opodo Deutschland/opodo.de)

Wie wichtig sind Instagram und Co. für unsere Urlaubsplanung? Dieser Frage ist jüngst eine Studie des Online-Reiseportals Opodo nachgegangen, an der 8.000 Erwachsene teilgenommen haben. Das Ergebnis: Knapp ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) gaben an, dass sie bei der Urlaubsbuchung darauf geachtet haben, ob das Reiseziel auch fotogene Kulissen für soziale Netzwerke bietet. Bei den Männern checken 34 Prozent schon vor der Reise passende Hashtags und Motive, bei den Frauen liegt der Prozentsatz bei 28.

Die Illusion zählt
Und selbst wenn die Schauplätze an sich schon „instagramworthy“ sind, ist das für viele noch kein Grund, nicht vorsorglich noch den einen oder anderen Filter über die Urlaubsbilder zu legen. Schließlich will man auch wirklich das Beste rausholen und den Daheimgebliebenen die Reise von der schönsten Seite zeigen. 44 Prozent der Befragten gaben demnach an, Bildretuschen und andere Bearbeitungsfunktionen zu verwenden, bevor sie ein Bild bei Social Media posten.

Und was denken Deutsche von Urlaubern, deren ständiger Reisebegleiter Instagram und ähnliches ist? Jeder Dritte ist überzeugt, dass die Urheber der Fotos eine gute Zeit haben. 28 Prozent vermutet dagegen, dass die Urlauber ihre Reise gar nicht genießen, und jeder Fünfte findet sogar, dass es angeberisch ist, viel über den Urlaub in den sozialen Netzwerken preiszugeben.

Darauf wollen Deutsche im Urlaub nur ungern verzichten
Tatsächlich fällt es aber nur knapp jedem zehnten Deutschen besonders schwer, im Urlaub auf Social Media zu verzichten. Mit dem Verzicht auf Alkohol, Sport und TV haben sogar noch weniger deutsche Urlauber ihren eigenen Angabe zufolge ein größeres Problem. Sightseeing und Strand sind dagegen schon schwerer aus dem eigenen Urlaub wegzudenken: Ein Drittel empfindet den Verzicht auf Sightseeing im Urlaub als den größten Verlust, und bei 27 Prozent der Befragten ist es der Strandbesuch. Für fast die Hälfte der deutschen Befragten (48 Prozent) sind Landschaften und Aussichten darüber hinaus auch das bevorzugte Motiv für die eigenen Posts in den sozialen Netzwerken.

Sightseeing (31 Prozent)
Strand (27 Prozent)
Social Media (9 Prozent)
Cocktails (7 Prozent)
Sport (7 Prozent)
TV (7 Prozent)

Hintergrund der Studie
Die Umfrage wurde von OnePoll im Auftrag von Opodo durchgeführt. Befragt wurden 8.000 Erwachsene aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal und Spanien im Zeitraum 31.12.18 bis 03.01.19. (ots/KP)

 

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