Netzwelt

Gastronom wütend über Influencerin

Eine Social-Media-Beratung gegen Gratis-Essen – so lautete die Anfrage einer amerikanischen Influencerin bei einem Londoner Restaurant-Chef. Der war allerdings weniger erfreut und teilt den Chatverlauf auf Twitter.

Freitag, 24.05.2019, 10:16 Uhr, Autor: Kristina Presser
Frau fotografiert ihr Getränk

Immer häufiger fragen Influencer nach Gratis-Speisen – im Gegenzug gibt’s einen Post auf Instagram. (Foto: © Fotolia/Jirapong)

Influencer zu sein, ist für viele eine Berufung. Für Hotels und Gastronomiebetriebe können die oft selbsternannten Social-Media-Experten allerdings recht anstrengend werden. Denn diese bieten immer häufiger ungeniert einen Post auf Instagram und Co. für eine kostenlose Übernachtung oder Gratis-Essen an – HOGAPAGE berichtete. Jetzt geschah ähnliches erneut in London. Wütend über die dreiste Anfrage, stellt der Restaurant-Chef den Chatverlauf ins Netz, wie bei Reise Reporter zu lesen.

„I hate Instagram“
Carolina aus Los Angeles wollte sich kürzlich London ansehen und fragte dort bei Ferhat Dirik, Restaurant-Chef im „Mangal 2“ an, ob sie denn kostenloses Essen bekäme. Natürlich nicht ganz umsonst. Sie würde über Restaurant und Essen auf ihrem Instagram-Account posten, der immerhin 75.000 Follower hat. Und noch mehr: Sie würde sich sogar mit ihm zusammensetzen und eine Social-Media-Analyse und Next-Step-Anleitung ausarbeiten. Den Deal fand Ferhat Dirik allerdings weniger gut. „Ich habe eine bessere Idee. Du kommst vorbei, isst und bezahlst“ – so seine Antwort, die er auf Twitter veröffentlichte … unter dem Titel „I hate Instagram“.

Damit trotzdem beide etwas von dem Treffen hätten, schlug er im Gegenzug vor, sich mit ihr zusammenzusetzen und darüber zu sprechen, wie man auf bescheidene Art kleinere Unternehmen kontaktiert, um nicht einfach nur kostenlos etwas zu bekommen. Die einzigen Personen, die etwas bei ihm kostenlos bekämen, seien Obdachlose, lässt er Carolina wissen.

Und die rudert auch gleich zurück. Er habe sie da missverstanden. Sie wolle nichts gratis, sondern einen Tausch von Dienstleistungen. Das „Mangal 2“ sei ihr empfohlen worden, da sie aber kaum Infos im Netz fand, habe sie das Angebot machen wollen, dessen Reichweite zu steigern.

 

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