Preisparitätsklauseln

booking.com befürchtet Schaden für Schweizer Unterkünfte

In den vergangenen Tagen hat der Schweizer Nationalrat einem Verbot von Preisparitätsklauseln zugestimmt. Damit sollen Hotels künftig auf ihren eigenen Internetseiten günstigere Preise anbieten dürfen als bei Online-Buchungsplattformen. Das Portal booking.com geht davon aus, dass diese Entscheidung sowohl kleinen als auch großen Unterkünften schaden wird.

Mittwoch, 20.09.2017, 08:30 Uhr, Autor: Markus Jergler
booking.com sieht durch das Verbot von Preisparitätsklauseln in der Schweiz Gefahren für kleinere Unterkünfte. (Foto: © Africa Studio/fotolia)

booking.com sieht durch das Verbot von Preisparitätsklauseln in der Schweiz Gefahren für kleinere Unterkünfte. (Foto: © Africa Studio/fotolia)

Das Online-Buchungsportal booking.com, das die Entscheidung des Schweizer Nationalrates bedauert, befürchtet, dass die neue Regelung „Hindernisse für einen gesunden Wettbewerb auf dem Markt schafft und die Preistransparenz für Verbraucher erschwert“.

In einer Stellungnahme gibt das Portal bekannt: „Wir befürworten für einen transparenten und konsistenten Preisvergleich für die Verbraucher weiterhin die enge Preisparität, die von 27 Wettbewerbsbehörden weltweit akzeptiert wurde. Anstatt hunderte einzelne Unterkunftswebsites zu prüfen oder noch schlimmer, zahlreiche Hotel-Apps herunterzuladen, können Verbraucher auf einer einzigen Plattform Preise vergleichen. Dies macht die Buchung wesentlich komfortabler, da Verbraucher wertvolle Zeit und Geld sparen. Gerade vor dem Hintergrund einer zunehmend internationaler werdenden und mobile-dominierten Reisebranche stellt die Aufrechterhaltung der engen Preisparität sicher, dass Booking.com weiterhin eine Plattform bieten kann, die gleiche und faire Chancen im Wettbewerb um Kunde sichert. Kleine inhabergeführte Hotels und Gasthäuser in beispielsweise ländlicheren Regionen in der Schweiz können sich auf Booking.com genauso präsentieren und ihre Angebote bewerben wie die großen Hotelketten. Das jeweilige Marketingbudget spielt dabei keine Rolle.“

Die Schweiz ist nicht das erste Land, das die Preisparitätsklauseln verbietet. Als letztes sprach sich Italien für ein entsprechendes Verbot aus und folgte damit den Entscheidungen von Deutschland, Österreich und Frankreich. (MJ)

 

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