Corona-Schutzmaßnahmen

Wien stellt digitale Gäste-Registrierung vor

Ein neues System mittels QR-Code soll die Gästedaten sicher verschlüsseln, den Datenschutz garantieren und das Handling für Gastronomen wie Gäste erleichtern.

Dienstag, 06.10.2020, 13:21 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
WK Wien Präsident Walter Ruck (r.) und Bürgermeister Michael Ludwig bei der Präsentation des neuen Registrierungssystems

WK Wien Präsident Walter Ruck (r.) und Bürgermeister Michael Ludwig bei der Präsentation des neuen Registrierungssystems. (© Florian Wieser)

In Wien gilt seit rund 10 Tagen für alle Gäste von Gastronomiebetrieben – auch im Freien – eine Registrierungspflicht. Die Stadt Wien hat nun gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien (WKW) ein neues digitales System präsentiert, das mittels QR-Code funktioniert, das Handling erleichtern und gleichzeitig den Datenschutz sicherstellen soll. Diese digitale Gäste-Registrierung geht ab der zweiten Oktoberhälfte in den Probebetrieb und wird den 6.000 Wiener Gastro Unternehmen und 1.800 Kaffeehaus-Betrieben kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Vollbetrieb soll in der ersten Novemberhälfte starten.

„Die Wiener Gastronomie- und Kaffeehaus-Betriebe gehören zu den von Corona am stärksten betroffenen Branchen. Vor allem innerstädtisch fehlen uns die internationalen Gäste. Der Gastro-Gutschein war ein erfolgreicher erster Schritt, damit die Unternehmen gut aus dem Lockdown kommen. Jetzt müssen wir Sicherheit vermitteln, die Infiziertenzahlen senken und das Contact-Tracing beschleunigen. Dafür leisten die Wiener Gastro- und Cafe-Betriebe gerne ihren Beitrag, unter anderem mit der Gäste-Registrierung. Die müssen wir den Unternehmen und ihren Kunden möglichst einfach und mit höchster Datensicherheit ermöglichen. Gemeinsam mit der Stadt Wien setzen wir das nun um“, so WKW-Präsident Walter Ruck bei der Präsentation im Wiener Rathaus.

Die versprochenen Vorteile der digitalen Gäste-Registrierung: Alle Daten seien mehrfach verschlüsselt und würden automatisch nach 28 Tagen gelöscht. Der Gastronomiebetrieb selbst sehe sie nicht, nur die Gesundheitsbehörde auf Anforderung im Infektionsfall. Falschangaben seien nicht mehr möglich, der Datenschutz vollumfänglich gesichert. Auch das Prozedere sei einfach: Die Gäste scannen beim Kommen einen QR-Code und geben am Handy die erforderlichen Daten ein (Name, E-Mail, Telefonnummer). Geht der Gast, kann er sich auschecken. Lokal, Tischnummer und Uhrzeit würden vom System automatisch registriert. Gäste könnten ihre Daten freiwillig auch permanent im eigenen Smartphone hinterlegen, sodass bei einem weiteren Besuch in einem Lokal nur mehr der QR-Code gescannt werden müsse. Die Wirte und Cafetiers selbst registrieren sich einmal in einer Datenbank.

 

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