Digitalisierung

Neues Tool lässt Folgen der Mwst.-Senkung berechnen

Ein neues, kostenloses Tool zeigt die Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung und erlaubt dabei, verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Freitag, 05.06.2020, 10:06 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Koch mit einem Laptop

Wer profitiert von der Mwst.-Senkung bei welchem Szenario am meisten? Ein neues Tool lässt alle Szenarien nachspielen. (© baranq /stock.adobe.com)

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, hat der Bund ein Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro aufgelegt. Unter anderem gilt vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 eine Senkung der Mehrwertsteuer. Der Standard-Mehrwertsteuersatz wird dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent, der ermäßigte Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt. Doch wer profitiert davon eigentlich? Ein neues, kostenloses Tool zeigt die Auswirkungen und erlaubt, verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Sämtliche Szenarien durchspielbar

Mithilfe eines Online-Rechners https://www.blitzrechner.de/mehrwertsteuer-senkung/ lassen sich verschiedene Szenarien durchspielen. Er ermöglicht etwa die Vergrößerung und Verkleinerung der Händlermarge durch einen Schieberegler. Dadurch lassen sich die Änderung von Marge, Verkaufspreis und Kundenersparnis in Echtzeit visualisieren: Wie viel spart ein Verbraucher, wenn ein Unternehmen die Steuersenkung voll an den Konsumenten weiterreicht? Wie viel mehr verdient ein Anbieter, wenn er die Verkaufspreise nicht ändert? Wo liegen psychologisch interessante Schwellenpreise?

„Praxis ist weitaus komplizierter“

„Die Theorie ist einfach, die Praxis aber weitaus komplizierter. So zogen in der Vergangenheit vor allem die Anbieter einen finanziellen Nutzen aus Mehrwertsteuersenkungen. Die Verkaufspreise blieben gleich, die Steuerersparnis wurde nicht an Verbraucher weitergereicht. Die Wirtschaft profitierte, Verbraucher hatten das Nachsehen. Die jetzige Mehrwertsteuer-Senkung ist ein gewagtes Experiment. Denn die prognostizierten Kosten in Höhe von 20 Milliarden Euro könnten letztendlich die Verbraucher zahlen“, so Tim Lilling, Leiter von blitzrechner.de

 

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