Digitaler Klimaschutz

Die KlimaTeller-App misst CO2-Emission von Speisen

Per App die Umwelt schützen: Greentable und NAHhaft haben ein Tool entwickelt, mit dem Gastronomen nun die Höhe der Treibhausgase messen können, die bei der Zubereitung ihrer Speisen entstehen.

Freitag, 15.02.2019, 12:07 Uhr, Autor: Kristina Presser
Mockup KlimaTeller-App

Mit der KlimaTeller-App können Gastgeber die CO2-Emission
ihrer Speisen messen (© KlimaTeller)

Klimaschutz ist ein dringliches Thema, das in beinahe allen Bereichen unseres Lebens diskutiert wird – ob in der Wirtschaft, Politik oder unserer Gesellschaft. Aber auch in der Gastronomie spielt Klimaschutz eine Rolle, da hier ebenfalls Treibhausgase entstehen. Um messen zu können, wie hoch die CO2-Emission bei der Zubereitung eines Gerichts ist, haben Greentable und NAHhaft die KlimaTeller-App für iOS und Android entwickelt. Ziel ist es, dass Gastronomen auf Basis der Messwerte besonders klimafreundliche Angebote entwickeln können.

Jeder KlimaTeller spart rund 1 kg CO2-Emmissionen
Rund 20 Prozent der Treibhausgase entstehen bei der Erzeugung, Verarbeitung, Verpackung sowie dem Transport unserer Lebensmittel. Die beiden gemeinnützigen Initiativen Greentable und NAHhaft möchten Gastronomen und ihre Gäste dabei unterstützen, den Zusammenhang zwischen Ernährung und deren Umweltauswirkungen zu erkennen und ohne viel Aufwand einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die mit dem KlimaTeller-Label gekennzeichneten entsprechenden Speisen auf der Karte und die öffentliche Kommunikation dieses Angebots ermöglicht Gastgebern, sich als glaubwürdig nachhaltig zu positionieren. Sie sprechen damit die wachsende Zahl von Gästen an, die sich saisonal, regional und weniger fleischlastig ernähren möchten – denn: auf einem KlimaTeller finden sie nur Zutaten, deren Herstellung mit vergleichsweiser geringer Treibhausgasbelastung verbunden ist. Der positive Effekt lässt sich, laut Projektbeteiligten, messen: Jeder KlimaTeller spart angeblich rund 1 kg CO2-Emmissionen gegenüber einem herkömmlichen deutschen Essen ein – das entspricht etwa einer Autofahrt von 8 km – und leistet somit einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Das branchenspezifische Berechnungstool steht Gastronomen kostenlos zur Verfügung.

Das zweijährige Projekt richtet sich an die Außer-Haus-Gastronomie und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ gefördert.

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