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Wildkräuter – eine Nutzvielfalt für die Küche

Sie sind im positiven Sinne essbares Unkraut.

Mittwoch, 12.07.2017, 16:15 Uhr, Autor: Stefan Ost
Wildkräuter eine Nutzvielfalt für die Küche

Doch diese Bezeichnung wird dem „Superfood“ aus der Region bei weitem nicht gerecht.

Wildkräuter sind eine wahre Bereicherung für jede Küche und vielseitig verwendbar. 

Sie eignen sich nicht nur hervorragend zum Würzen und Verfeinern von Speisen. Viele Arten, wie z.B. Kamille, Johanniskraut oder Schafgarbe, enthalten zudem gesundheitsfördernde Stoffe – und zählen aus diesem Grund nachweislich zu den Heilkräutern.

Tun Sie Ihren Gästen also etwas Gutes und würzen Sie öfter mal mit Wildkräutern! Beschwerden über diese gesunde Alternative zu herkömmlichen Gewürzen sind keine zu erwarten, denn die passenden Kräuter verleihen Ihren Speisen ein wunderbares, unverwechselbares Aroma. Wie wäre es also beispielsweise mit einem „Wildkräutersalat mit Kaninchenpastete“ oder einer „Schaumsuppe von Wildkräutern mit Jakobsmuschel“ auf Ihrer Speisekarte. Es gibt unzählige Möglichkeiten und Ihrer Kreativität sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Selber sammeln schont den Geldbeutel …

Neben den positiven Auswirkungen auf die Geschmacksnerven der Gäste freut sich auch das Portemonnaie des Gastronomen – immer vorausgesetzt, er kauft seine Kräuter nicht, sondern sammelt selbst auf heimischen Wiesen, Äckern und Wäldern.

Dabei sollte er sich an einige Regeln halten:

  • Nur so viele Pflanzen sammeln, wie wirklich benötigt werden, der Fortbestand sollte gesichert sein.
  • Bei einigen Wildkräutern, wie z.B. bei der Hundspetersilie oder dem Gefleckten Schierling ist Vorsicht geboten, da diese giftig sind und sich nicht zum Verzehr eignen.
  • Wer nicht über ausreichend Wissen über die Pflanzen verfügt, sollte immer einen Experten hinzuziehen.

Gut zu wissen: Da sich Wildkräuter einer immer größer werdenden Beliebtheit und Nachfrage erfreuen, werden diese heute auch gezielt angebaut und günstig verkauft.

Hier einige der beliebtesten Wildkräuter:

Brunnenkresse:
Durch ihren leicht scharfen und bitteren Geschmack wird sie oft frisch gepflückt in Salaten verwendet, aber auch als Suppe zubereitet.

Lavendel:
Durch die ätherischen Öle im Lavendel passt dieser zu einer Vielzahl von Gerichten. Für Desserts, Dressings, aber auch zu Grillfleisch und Wild eignet sich der Lavendel hervorragend zum Würzen.

Ananasminze:
Durch ihren geringen Menthol-Anteil und den leicht süßlichen Geschmack eignet sich die Ananasminze hervorragend für Saucen und frisch geschnitten in Salaten.

Wermutkraut:
Das von Juli bis September blühende Wermutkraut gibt Gerichten mit Schweine- oder Lammfleisch einen aromatischen Geschmack. Sparsam verwenden, da das Wermutkraut sehr bitter ist.

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