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Jakobsmuschel – vom Symbol zur Delikatesse

Während die Jakobsmuschel früher als Erkennungszeichen der Pilger auf dem Jakobsweg diente, wird sie heute hauptsächlich wegen ihres zarten Muskelfleischs von Feinschmeckern und Gourmets geschätzt.

Freitag, 20.10.2017, 11:08 Uhr, Autor: Christoph Ecken
Jakobsmuschel vom Symbol zur Delikatesse

Die Jakobsmuschel gehört zur Gattung der Kammmuscheln.

Ihr Lebensraum sind die kühlen Gewässer von der Nordküste Frankreichs bis hoch zu den Küsten Schottlands und Norwegens.

Von November bis März gibt es frische Jakobsmuscheln zu kaufen, tiefgefroren sind sie ganzjährig erhältlich.

Die Jakobsmuschel wird zwischen 5 und 14 cm groß. Die Außenschale hat eine rötlich-bräunliche Farbe und eine raue Oberfläche mit radialen Rippen. Die Innenseite ist glatt und erinnert an Porzellan. Die dekorativen Schalen lassen sich sehr gut befüllen und gratinieren.

Muskelfleisch beim Öffnen nicht beschädigen

Zum Öffnen einer frischen Jakobsmuschel sollte unbedingt ein Schnittschutzhandschuh getragen werden. Man schneidet mit einem scharfen Küchenmesser innen an einer Schalenhälfte entlang und klappt diese dann vorsichtig auf. Vorsicht: Nicht zu tief schneiden, damit das helle Muskelfleisch nicht beschädigt wird! Neben dem Fleisch befinden sich im Inneren der Muschel auch der orangrote Corail und die Innereien. Die Innereien und der Bart der Jakobsmuschel müssen vor der Verarbeitung entfernt werden.

Der Corail – oder auch Rogensack – der Jakobsmuschel ist eine besondere Delikatesse. Er hat allerdings einen recht intensiven Meeresgeschmack und sollte wirklich nur von September bis November auf dem Teller landen.

Nicht zu heiß garen

Das zarte Muskelfleisch der Jakobsmuschel überzeugt indes durch seinen nussigen, leicht süßlichen Geschmack. Bei der Zubereitung ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn bei zu starker Hitze werden die Muscheln schnell trocken und faserig. Am besten schmecken Jakobsmuscheln, wenn sie außen leicht angebraten und innen gerade gar sind – dann zergehen sie förmlich auf der Zunge.

Foto: Getty-Images

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