Spitzengastronomie

Nach Vergiftungstod: Sternerestaurant eröffnet wieder

Nach einem Besuch des“Riff“ in Valencia war eine Frau gestorben und 30 weitere Gäste erlitten Vergiftungen, offensichtlich wegen chinesischer Pilze. Nach der Schließung des Lokals soll es nun wieder öffnen.

Freitag, 15.03.2019, 11:08 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Tisch mit Pilzen und einer Flasche Wein

Das Sternerestaurant „Riff“ im spanischen Valencia hatte wegen eines Vergiftungsvorfalls geschlossen. Warum es nun wieder öffnet. (© Denis Vyalov/Fotolia)

Das Sternerestaurant „Riff“ im spanischen Valencia sorgte vor einigen Wochen für erschreckende Schlagzeilen: Nachdem rund 30 Gäste nach dem Essen Vergiftungserscheinungen gezeigt haben und die erste Frau an den Folgen des Essens starb, ist der tragische Fall vor einem spanischen Gericht gelandet. Das 46-jährige Todesopfer war gemeinsam mit Kind und Ehegatten im „Riff“ speisen, als sich – wie bei der restlichen Familie – bereits die ersten Vergiftungssymptome zeigten. Doch während sich bei allen anderen Gästen meist „nur“ Übelkeit gezeigt hätte, hat die Dame den Restaurantbesuch nicht überlebt. Was zunächst mit Durchfall und Erbrechen begonnen hatte, endete einen Tag später mit dem Tod. Wie n-tv nun berichtet, hat der deutsche Spitzenkoch Bernd Knöller jetzt beschlossen, das „Riff“ wieder zu eröffnen…

Chinesische Pilze als Ursache?
„Wir eröffnen jetzt wieder, weil ich sicher bin, dass das Restaurant zur Wiedereröffnung in der Lage ist und höchste Sicherheit gewährleisten kann“, soll der Küchenchef zu seinen aktuellen Plänen getwittert haben. Zudem seien zwei Überprüfungen des Lokals seitens der Behörden zu positiven Ergebnissen gelangt. „Das Gesundheitsamt hat uns von der ersten Inspektion an stets versichert, dass es keinen Grund dafür gibt, das Restaurant geschlossen zu halten“, habe Knöller dem Bericht zufolge verlauten lassen. Obwohl die Ursache dieser Massenvergiftung noch nicht vollständig geklärt ist, wird derzeitig ein Auge auf die damals verarbeiteten Pilze geworfen. Diese seien als spanische Produkte deklariert gewesen, seien aber in Wahrheit aus China angeliefert worden.

 

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