Genussreise

Ein Land wird zum Restaurant

Visit Sweden hat ein Projekt zu Outdoor-Cooking auf Gourmet-Niveau gestartet. An sieben naturnahen Orten in ganz Schweden können Urlauber unter Anleitung von Sterne-Köchen gemeinsam kochen. 

Montag, 11.02.2019, 14:37 Uhr, Autor: Kristina Presser
die nordschwedische Region Jämtland

Einer der sieben Tische in Schweden: hier in der nordschwedischen Region Jämtland (©Jonas Eltes&Victor Falk)

Das Konzept ist einfach: sieben Esstische, verteilt in ganz Schweden; gekocht wird mit Zutaten aus der Natur. Urlauber können für die Tische Plätze reservieren, die an naturnahen Orten aufgestellt und mit Kochutensilien ausgestattet sind. Online findet man neun Rezepte, die sich allesamt aus Zutaten zubereiten lassen, die man in Wäldern, Seen und auf den Wiesen Schwedens finden kann. Dann wird gemeinsam gekocht … unter Anleitung von Sterne-Köchen, versteht sich.

Projekt „Schweden – Ein Land wird Restaurant“
Um das reichhaltige Nahrungsangebot hervorzuheben, hat Visit Sweden das Projekt „Schweden – Ein Land wird Restaurant“ ins Leben gerufen und schickt damit experimentierfreudige Fans der internationalen Küche auf eine ungewöhnliche Genussreise.

„Für mich war die schwedische Natur beim Kochen immer die größte Inspirationsquelle“, sagt Spitzenkoch Niklas Ekstedt. Er betreibt das nach ihm benannte Restaurant in Stockholm, wo ihm die über offenem Feuer zubereiteten Gerichte einen Stern im Guide Michelin eingebracht haben. Wie auch seine Stern-prämierten Kochkollegen Titti Qvarnström, Jacob Holmström und Anton Bjuhr hat er der Initiative naturnahe Rezepte beigetragen. Die vier Spitzenköche kommen zwar aus verschiedenen Teilen des Landes, doch sie haben einiges gemeinsam: die Liebe zur Natur und ihren essbaren Schätzen.

Kostenlos, aber nicht ohne Küchenerfahrung
Von den Teilnehmern wird kein Geld, dafür ein gesundes Maß an Abenteuerlust, Naturinteresse und Hausverstand verlangt. Um das Menü nachzukochen, stromern sie auf der Suche nach Pfifferlingen und Steinpilzen durch das Unterholz, sammeln Beeren in verschiedenen Rottönen und schwingen die Angel in der Hoffnung auf einen Barsch- oder Hechtfang. Außerdem sollten sie Kräuter wie Giersch, Süßdolde, Vogelmiere und Acker-Hellerkraut erkennen und auseinanderhalten können.

Wo stehen die Tische?

  • Stockholmer Schärengarten: Der riesige Archipel mit über 30.000 Inseln erstreckt sich vor der Küste weit in die Ostsee hinein. Hier steht einer der Tische – in Utö, einer Insel, die nur 1 Stunde mit Auto und Boot vom Zentrum Stockholms entfernt liegt
  • Westschweden: Im Naturschutzgebiet Ramsvikslandet, das für seine Wanderwege, Klippen und Meerblick, bekannt ist, steht ein Tisch.
  • Die nordschwedische Region Jämtland ist bekannt für ihre leicht zugängliche Natur und rasch wechselnde Jahreszeiten. In Bydalen, umgeben von Wildnis, liegt in eine weitere Kochstelle.
  • Värmland/Kittelfältet: Im riesigen Gebiet von Värmland, einer Region nahe der norwegischen Grenze, befindet sich der Vänern, der größte See Schwedens. Die Kochstelle liegt im Naturschutzgebiet Brattforsheden
  • Småland: Heimat von Astrid Lindgren. Tiefe Wälder und Tausende von glitzernden Seen sind vielleicht die herausragendsten Merkmale der Natur von Småland. Der Tisch befindet sich in Asa Herrgård.
  • Skåne: Die südschwedische Region Skåne (Schonen) gilt dank des milden Klimas und des fruchtbaren Bodens als Speisekammer Schwedens. Die Kochstelle befindet sich in einem dichten Wald mitten in Skåne – in Ormanäs.
  • Schwedisch Lappland: Die Region macht über ein Viertel des Landes aus. Einer der Tische steht auf Skeppsholmen in der Kleinstadt Arjeplog.

Insgesamt also ein Konzept, so einfach wie genial, das hoffentlich bald auch auf Nachahmer hierzulande und anderswo stößt. Gebucht werden kann das Do-it-yourself-Gourmetrestaurant übrigens unter Bookatable.com.

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