Superfood und seine Alternativen

Heimische Lebensmittel mit „Superkräften“

Qinoa, Goji- und Açai-Beeren – sie alle gehören zu den sogenannten Superfoods. Doch braucht es diese Exoten überhaupt? 

Mittwoch, 12.01.2022, 14:00 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Superfood angerichtet in Schüsseln

Superfoods müssen nicht extra importiert werden. Ein Blick auf den heimischen Lebensmittelmarkt lohnt sich. (Foto: © Natalia Lisovskaya)

Wenn von Superfoods gesprochen wird, sind in der Regel Nahrungsmittel gemeint, die sich durch einen hohen und vielfältigen Nährstoffgehalt auszeichnen. Sie sind in den letzten Jahren  zum Trend geworden und finden auch in der Gastronomie vielfach Verwendung. Doch braucht es exotische Superfoods wie Açai- und Goji-Beere wirklich? Unser heimisches Nahrungsangebot bietet Lebensmittel, die den Exoten in Sachen Nährstoffgehalt in nichts nachstehen – und sogar weniger kosten und dank kürzerer Transportwege klimafreundlicher sind.

Hirse oder Quinoa?

Quinoa ist aufgrund seines hohen Protein- und Eisengehalts beliebt und eignet sich zudem für eine glutenfreie Ernährung. Ursprünglich stammt die Körnerfrucht aus Südamerika, wird mittlerweile aber auch in Deutschland angebaut. Noch ist das Angebot von deutschem Quinoa eher klein. Als heimische Alternative bietet sich Hirse an: Die Körnerfrucht ist ebenfalls glutenfrei, proteinreich und enthält viel Eisen. Doch Hirse erlebt erst seit 2004 wieder eine Renaissance im deutschen Anbau. In früheren Jahrhunderten war die Körnerart ein wichtiges Nahrungsmittel in ganz Europa bis sie durch ertragreichere Getreidearten ersetzt wurde.

Leinsamen toppen Chiasamen

Chiasamen gelten als Superfood, da sie proteinreich sind und wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthalten. Leinsamen sind eine heimische Alternative, die die exotischen Samen sogar übertreffen: Sie enthalten mehr Proteine, einen höheren Gehalt an den ungesättigten Fettsäuren, fördern zudem die Verdauung und sind ballaststoffreich.

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