Superfood

Sind frische Gojibeeren bald der neue Trend?

Die asiatischen Superbeeren haben in getrockneter Form längst die Regale der Supermärkte erobert. Doch nun zeichnet sich ab, dass sich zukünftig auch die frische Variante durchsetzen könnte.

Donnerstag, 27.09.2018, 16:09 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine Schüssel voller frischer Giji-Beeren

Frische Goji-Beeren sind hierzulande noch relativ unbekannt. Doch das kann sich schnell änern… (© Getty Images/Shaiith)

Getrocknete Goji-Beeren? Kennt man natürlich schon lange, sei es als Knabberware, im ganz persönlichen Müsli oder in Form eines Pulvers. In ihrer frischen Variante bekommt man sie dagegen relativ selten zu Gesicht – zumindest bis jetzt, denn exotische Frischware liegt derzeitig absolut im Trend, was sicherlich auch an der kleinen roten Beere aus Fernost nicht spurlos vorübergehen wird. Ganz nebenbei scheint diese tatsächlich auch das Zeug zum echten Superfood zu haben, denn der unbekannten Strauchfrucht wird nachgesagt, dass sie viel Vitamine und Antioxidantien enthalte, das menschliche Immunsystem stärke, als natürliches Schlafmittel wirke und sogar den Alterungsprozess verlangsame – sofern man in dieser Hinsicht jedenfalls der Popsängerin Madonna Glauben schenken mag, die bereits mit der Wunderkraft der Goji-Beere auf Promotiontour ging. Ob Superfood oder einfach nur neuartiges Geschmackserlebnis: Der Name „Goji“ stammt aus dem Chinesischen und bedeutet nichts anderes als Glück.

Nur ganz allmählich scheint die hagebuttenähnliche Goji-Beere Einzug in unsere heimische Supermärkte zu halten und derzeitig lässt sich noch nicht wirklich vorhersehen, wie das neue Frischeprodukt tatsächlich bei Foodies und Gastronomen ankommen wird. Selbst über den Charakter ihres Geschmacks sind sich die Verbraucher keineswegs einig: während ihn die einen als erdähnlich und bitter beschreiben, erinnert er andere an süßliche Tomaten. Fakt ist jedenfalls: Ursprünglich stammt die Goji-Beere aus Asien, wo sie seit jeher in die Medizin Einzug gehalten hatte. Weshalb sich die roten Superbeeren nicht schon längst in unseren Gefilden etabliert haben, liegt in erster Linie an den langen Transportwegen, doch aufgrund klimatischer Begünstigungen haben die Strauchfrüchte bereits auch eine Heimat in Marokko gefunden, wo sie von zahllosen Pflückern in mühevoller Handarbeit geerntet werden.

Nun bleibt noch eine Frage offen: Warum sich auf die Suche nach frischen Goji-Beeren begeben, wenn doch ihre getrockneten Pendants inzwischen schon fast überall erhältlich sind? Ganz einfach, weil etwa der hohe Vitamin C-Gehalt bei der Trocknung der Früchte im hohen Maße reduziert wird. Dass die Goji-Beere gute Chancen hat, auch in unsere heimatliche Gastronomielandschaft einzudringen, deutet sich bereits auch in der Onlinewelt an: Im Internet werden mittlerweile Rezeptbücher, Videokurse und Seminare für die Vermarktung frischer Gojibeeren angeboten, sodass es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis frische Gojibeeren deutsche Restaurantküchen erobern werden. (TH)

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