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Imbiss-Deluxe: Foodtrucks haben sich in der Gastro-Szene fest etabliert

[vc_row][vc_column][vc_column_text] Das Foodtruck-Phänomen trifft den Nerv unserer Zeit: Das Verbraucherbewusstsein für Qualität, Herkunft, Tierhaltung und Nachhaltigkeit wächst, die Ansprüche an den Genuss ebenso. Somit sind die mobilen Deluxe-Imbissanbieter gerade für die jüngere Generation eine willkommene Alternative zu den 08/15-Angeboten der herkömmlichen Fast-Food-Industrie.

Freitag, 03.11.2017, 10:35 Uhr, Autor: Christoph Ecken
Foodtrucks

Echte Food-Trucker sind stolz darauf, Teil einer überaus lebendigen Szene zu sein, die weiterhin rasant wächst. So unterschiedlich ihre kulinarischen Konzepte und Fortbewegungsmittel auch sein mögen, einige Aspekte haben fast alle gemeinsam: Flexibilität durch Mobilität, qualitativ hochwertige Zutaten, durch die sie sich von der normalen Imbissbude deutlich abgrenzen sowie die Spezialisierung auf ein Kernprodukt.

Rahmenbedingungen beeinflussen das Angebot

Foodtrucks sind in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch: Mehr als 500 Exemplare der mobilen Gourmet-Transporter sind bereits auf unseren Straßen unterwegs. Wie so viele Trends kommt das Foodtruck-Phänomen ursprünglich aus den USA. Es gilt: Erlaubt ist, was gefällt, schmeckt – und möglich ist. Begrenzt wird die Küche in der Praxis jedoch durch die räumlichen Gegebenheiten und die besonderen Herausforderungen an die Frischhaltung beim mobilen Einsatz.

In der Regel sind Foodtrucks nämlich nicht mit einem Tiefkühlschrank ausgestattet, sondern lediglich mit einem Kühlschrank. Das wiederum fördert quasi zwangsweise die Qualität und Frische der Zutaten. Dass regionale Produkte von lokalen Anbietern verarbeitet werden, gehört ohnehin zur Philosophie vieler Foodtrucker.

Es darf experimentiert werden – aber schmecken sollte es schon

Ein Erfolgsgeheimnis der Deluxe-Imbisswägen ist zudem die Befriedigung der Experimentierfreude von Gästen, die immer wieder Neues kennenlernen wollen. Dazu hat nicht zuletzt der Streetfood-Trend beigetragen, der Leute anspricht, die sich nach Erweiterungen althergebrachter Kulinarik sehnen. Und das nicht nur aufseiten der Verbraucher, sondern auch aus der Perspektive der Gastro-Profis. Zunehmend setzen sich auch renommierte Köche mit den Themen Streetfood und Foodtrucks auseinander.

Gerade bei der jungen Zielgruppe zwischen Anfang und Mitte zwanzig kommt die Foodtruck-Idee gut an. Entsprechend sollte der Auftritt wirken – mit einem frechen, modernen Marketing. Und der richtigen Einstellung: Zwar ist ein stylishes Fahrzeug ein gutes Aushängeschild, denn das Auge isst mit. Doch wer allein auf die Strahlkraft des fahrbaren Untersatzes setzt und dabei die Küche vernachlässigt, wird mittelfristig aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks untergehen.

Das Geschäft wird unterschätzt

Ein unrundes Gesamtkonzept ist nur einer von vielen möglichen Anfängerfehlern. Denn das Foodtruck-Prinzip wirkt zwar auf den ersten Blick wie ein besonders leichter Einstieg in die Gastro-Szene, gerade Quereinsteiger unterschätzen jedoch vor lauter Begeisterung für die gute Idee die Fallstricke und Hürden im Praxisalltag gern.

Ohne Reisegewerbeschein geht z.B. gar nichts. Auch das Einhalten der HACCP-Verordnung ist eine Selbstverständlichkeit, denn die Anforderungen an die Lebensmittelhygiene sind selbstredend die gleichen wie in der herkömmlichen Gastronomie. Alles andere jedoch ist von Ort zu Ort und Bundesland zu Bundesland verschieden, da es individuell beurteilt wird. Selbst alte Hasen mit gastronomischer Erfahrung müssen die besonderen Spielregeln dieses neuen Marktes erst kennenlernen. Wer sich dessen nicht bewusst ist, verbrennt sich die Finger an seiner eigenen mobilen Küche.

Text: Michael Eichhammer

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