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Food-Trends 2017: Diese Lebensmittel stellen Chia und Co. in den Schatten

Chia-Samen, Goji-Beeren und Matcha: Was heute noch als hippe Ernährung die Regale der Bio-Märkte und die Speisekarten der Szene-Restaurants bereichert, ist 2017 schon wieder Schnee von gestern. Die Food-Trends im kommenden Jahr sind lila, exotisch und nachhaltig.

Dienstag, 27.12.2016, 14:14 Uhr, Autor: Felix Lauther
Rosa Blumenkohl

© krajidrid/FOTOLIA

Trendforscher und Einkäufer der US-amerikanischen Bio-Supermarkt-Kette „Whole Foods“ sind sich einig: 2017 wird das Jahr der „Flexitarier“. Die Speisepläne werden immer individueller – festgelegte Ernährungsprogramme wie die Paleo-Diät oder vegane Ernährungskonzepte verlieren an Bedeutung. Flexibilität und Individualität sind die neuen Trumpfkarten ernährungsbewusster Gäste und Verbraucher.

Die Experten des Biosupermarktes haben ermittelt, welche Lebensmittel den internationalen Handel zukünftig bereichern werden. Die Food-Trends im kommenden Jahr hat stylebook.de zusammengefasst:

1.      Lila
„Grün hinter den Ohren“ sind die Foodies 2017 nicht mehr. Sie setzen auf lila Gemüse. Lila Blumenkohl, violetter Spargel und Mais bringen nicht nur Farbe auf die Teller – je intensiver die rötliche Färbung des Gemüses, desto größer und wertvoller ist sein Nährstoffgehalt mit Vitaminen und Antioxidantien.

2.      Exotisch
Ketchup und Senf sind out. Exotische Saucen und Aufstriche erobern 2017 die Geschmacksknospen: feurige Habanero-Marmelade, Granatapfelmelasse oder schwarzes Knoblauchpüree begleiten Brot, Pommes, Grillfleisch oder rohe Gemüsesticks.

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3.      Japanisch
Sushi hat sich längst auf vielen Speisekarten etabliert. Ponzusauce (eine Art Sojasauce mit Zitronensaft), Misopaste und Pflaumenessig erfreuen sich als Newcomer zudem einer immer größeren Beliebtheit auf europäischen Tellern. Hinzu sollen auch japanisch eingelegte Gewürzgurken und viele Meeresalgen kulinarische Freunde finden. Für die Dessertliebhaber hat die japanische Patisserie 2017 auch etwas auf Lager: den kunterbunten Reiskuchen „Mochi“ und die Adzukibohnen.

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4.     Verträglich
Pasta geht immer. Die klassischen Nudeln aus Hartweizengries haben die Verbraucher bereits in sämtlichen Varianten „durchgenudelt“. Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit (Allergie gegen Klebereiweiß in Getreide) atmen auf, denn Nudeln aus glutenfreien Rohstoffen wie Quinoa, Linsen oder Kichererbsen begeistern eine immer größer werdende Foodies-Gemeinde. Zucchini-Nudeln als vegane Variante sind auch im Kommen.

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5.      Wohltuend
Ein kleiner Schluck mit großer Wirkung. Hoch konzentrierte Shots mit Königsbasilikum („Tulsi“), verschiedenen Heilkräutern oder Pilzen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wie Reishi („Pilz des ewigen Lebens“) und Chaga lassen die Herzen gesundheitsbewusster Trend-Scouts höher schlagen. Apfelessig, der den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken kann und gut für die Verdauung ist, will 2017 über seinen Status als Geheimtipp hinauskommen.

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6.      Tropisch
Wer glaubt, dass die Zeit der Kokos-Produkte abgelaufen ist, der täuscht sich. Auch 2017 bereichert der Exot aus tropischen Gefilden in Form von Kokosblütenzucker, Kokosöl und Kokoschips die Regale der Verbraucher und Profi-Küchen.

7.      Nachhaltig
Die Lebensmittelverschwendung steht bei der Industrie und den Supermärkten bereits auf der Abschussliste. Wie Stylebook.de schreibt, verwendet die US-Haushaltswarenfirma „Eco-Olea“ Wasser, das zur Olivenölproduktion verwendet wurde, als Basis für einen ihrer ökologischen Haushaltsreiniger. Der Konservenhersteller „Sir Kensington´s“ hat eine vegane Mayonnaise im Sortiment, die mit der Kochflüssigkeit von Dosenkichererbsen hergestellt wird.

Schalen von Roter Beete, Fenchel und anderen Gemüsesorten eignen sich z. B. sehr gut für Eintöpfe oder Smoothies. Mit dem gut verdaulichen Möhrengrün anstatt der klassischen Petersilie lassen sich Gerichte delikat würzen. Chips aus Kartoffelschalen sind wahre Vitaminbomben.

Mülleimer voll Speisen
© highwaystarz/FOTOLIA

(stylebook.de/FL)

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