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„Black Food Festival“ lässt Besucher schwarz sehen

In der Bundeshauptstadt gab es erstmals an rund zwei Dutzend Ständen rabenschwarzes Street Food zu genießen. Das mit Aktivkohle eingefärbte Essen liegt derzeitig voll im Trend, doch die Verbraucherzentrale spricht auch Warnungen aus.

Montag, 19.08.2019, 10:32 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine schwarze Eiscreme in einer schwarzen Waffel

Der Trend zum „Black Food“ hält unvermindert an. In Berlin hat sich nun ein ganzes Foodfestival den rabenschwarzen Genüssen gewidmet. (© sveta_zarzamora/Fotolia)

„Black is Beautiful!“ – Nach Ansicht von Trendbeobachtern ist Schwarz längst zur neuen Kultfarbe in den Gastronomiebetrieben geworden. Besonders der sogenannte „Goth Latte“ hat bereits einen bemerkenswerten Aufstieg hinter sich, wobei das rabenschwarze Getränk für rabenschwarze Seelen seine finstere Farbe durch Aktivkohle erhält. Die Foodies waren sich bereits letztes Jahr einig: Die dämonische Antwort auf die bunte Einhorn-Welle muss kommen, was durch Instagram & Co. schließlich auch bestätigt wurde. Beim ersten „Black Food Festival“ in Berlin haben sich dieser Tage nun mehrere Gastronomen zusammengetan. In einem Biergarten zwischen Spree und Landwehrkanal gab es an rund zwei Dutzend Ständen etwa schwarzen Hummus aus der syrischen Küche und schwarze Churros – frittierte Teigschnüre – aus Spanien. Besucherschlangen bildeten sich auch vor Ständen mit Hot-Dog-Würstchen oder frittierten süditalienischen Teigtaschen – natürlich ebenfalls in Schwarz.

Spannende neue Geschmackserlebnisse

Einer der Veranstalter sagte vorab, es sei spannend zu schauen, wie sich das Geschmackserlebnis verändere, wenn man Essen einfärbe. Das dürften auch Eltern kennen – wenn für den Kindergeburtstag plötzlich Kekse pink oder blau sein sollen. Nach Meinung der Verbraucherschutzzentrale Hessen sollte man von der zum Einfärben verwendeten Aktivkohle jedoch nicht zu viel essen. Sonst drohten Verstopfung oder eine nachlassende Wirkung von Medikamenten, wie die Verbraucherschützer online argumentierten. In anderen Ländern lässt man sich von solchen Warnungen jedenfalls nicht abschrecken: In Italien ist schwarze Pasta mit Tintenfischtinte längst ein Klassiker, während andernorts schwarzes Softeis oder schwarze Burger-Brötchen die Speisekarten dominieren. (lbn/TH)

 

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