Lebensmittel

„Nutella-Gate“: In welchem Land schmeckt der Brotaufstrich besser?

Nutellaglas mit Unterschriften
Die ungarische Lebensmittelbehörde behauptet, dass das Nutella in Österreich besser schmeckt und cremiger ist als in Ungarn. (© pixabay.com)
Empörung bei den Ungarn. Die behaupten, dass die bekannteste Nuss-Nougat-Creme „Nutella“ von Ferrero bei ihren Nachbarn in Österreich besser schmeckt. Ungarn fühlt sich von den großen Lebensmittelkonzernen links liegen gelassen.
Mittwoch, 22.03.2017, 15:40 Uhr, Autor: Felix Lauther

Schmeckt der Nutella-Aufstrich in Österreich besser als beim Nachbarn Ungarn? Die ungarische Lebensmittelbehörde schickt auf dem internationale Wirtschaftsparkett diesbezüglich eine gewagte These steil: so sollen Produkte von Lebensmittelkonzernen wie Nestlé, Ferrero und Coca-Cola in Ungarn merklich weniger gut munden als z. B. in Österreich, wie ntv.de berichtet. Das Nutella sei dort cremiger, im Geschmack besser und mit mehr Packungsinhalt gesegnet.

Die Behörde nahm verschiedene Produkte genauer unter die Lupe: stimmt die Verpackungsgröße, wie stellt sich der Geschmack dar und welche Zusammensetzung hat das Lebensmittel? Der Bericht liste viele Mängel auf. Die Coca-Cola in Ungarn sei z. B. „weniger vollmundig und flacher“ im Geschmack als das gleiche Getränk in Österreich. Das Kakaopulver von Nestlé „harmonischer und intensiver“. In den Tütensuppen von Knorr sei 20 Prozent weniger Pulver enthalten als in vergleichbaren Packungsgrößen, die in Österreich verkauft werden. Die Lebensmittelbehörde setzt noch einen drauf: So beinhalte die Packung „Carbonara“-Nudelsoße in Österreich drei verschiedene Käse-Sorten, in Ungarn keine einzige. Gegenüber dem Fernsehsender ntv wollte Knorr diese Anschuldigungen aus Ungarn zunächst nicht kommentieren.

„Die Ungarn wollen eine faire Behandlung, keine doppelten Standards“, erklärt Robert Zsigo von der Lebensmittelbehörde. Hier gehe es vielmehr um „Moral“ als um Recht. Hier scheint die Suppe noch nicht ausgelöffelt zu sein. (ntv.de / FL)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Slowenische Süßspeise Potica
Die First Lady steht drauf
Die First Lady steht drauf

Dank Melania Trump: Slowenische Süßspeise erlebt Hype

Die Gattin des US-Präsidenten sagt in der Regel nicht viel. Sie begleitet ihren Mann Donald auf seinen Auslandsreisen und macht gute Miene zu manch bösem Spiel. Ein Besuch beim Papst aber löste in ihrem Heimatland Slowenien nun einen Food-Hype aus.
Die Spitzenkandidatinnen und Kandidaten, sowie der Regierende Bürgermeister stehen bei der Podiumsdiskussion «Wahlcheck live 2026» der Dehoga zusammen: Steffen Krach (l-r, SPD), Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen), Kai Wegner (CDU), Elif Eralp (Die Linke) und Christoph Meyer (FDP).
Event-Politik
Event-Politik

Expo und Olympia als Chance für Berlins Gastgewerbe

Weltausstellung oder Sommerspiele: In der Hauptstadt wird die Debatte zur handfesten Wirtschaftsfrage. Hotellerie, Gastronomie und MICE blicken auf Auslastung, Reichweite, Infrastruktur und Nachnutzung. Denn Großformate wirken weit über wenige Eventwochen hinaus.
Dr. Marcel Klinge, Gerhard Bruder, Dr. Janina Jänsch, Homeira Amiri und Christa Stienen
Gastwelt-Summit
Gastwelt-Summit

Gastwelt fordert wettbewerbsfähige Standortpolitik und neue Wachstumsagenda

Sechs Millionen Jobs unter Druck: Beim Gastwelt-Summit in Berlin diskutierten rund 220 Unternehmer der Gastwelt mit Spitzenpolitikern über steuerliche Entlastungen, Bürokratieabbau und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, Bärbel Bas (SPD), Bundesarbeitsministerin und Co-Bundesvorsitzende der SPD, sowie Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister und Co-Bundesvorsitzender der SPD
Koalitionsausschuss
Koalitionsausschuss

1.000-Euro-Prämie gestoppt: Jetzt setzt die Koalition auf ein Reformpaket

Sechs Stunden haben die Spitzen von Union und SPD im Kanzleramt beraten. Ein Beschluss der letzten Sitzung wurde wieder abgeräumt. Dafür gibt es jetzt einen Fahrplan für die Reformen.
Bundesrat
Entlastungspaket
Entlastungspaket

Bundesrat stoppt 1.000-Euro-Prämie: Erleichterung für das Gastgewerbe?

Die geplante steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro ist vorerst gestoppt. Der Bundesrat verweigerte überraschend seine Zustimmung. Für viele Betriebe im Gastgewerbe dürfte das zunächst für Erleichterung sorgen – doch ganz vom Tisch ist die Prämie noch nicht. 
Sally Özcan
Zusammenarbeit
Zusammenarbeit

Burger King kooperiert erneut mit Sally Özcan

Burger King Deutschland und Sally Özcan setzen ihre Zusammenarbeit weiter fort. Gemeinsam bringen sie vier neue Dessert-Kreationen in die Restaurants des Systemgastronomen.
DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge, DZG-Aufsichtsratsmitglied Alexandra Wolframm, Tourismuskoordinator Dr. Christoph Ploß MdB, und DZG-Aufsichtsratschefin Homeira Amiri
Austausch
Austausch

DZG wirbt in Berlin für Anliegen der Gastwelt

Arbeitszeitflexibilisierung, KI-Offensive und neue Tourismusstrategie: Vertreter der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) waren zu Gast im Bundeswirtschaftsministerium und Deutschen Bundestag. Dort sprachen sie mit Spitzenpolitikern über wichtige Anliegen der Branche.
Arbeitsministerin Ulrike Scharf, Tourismusministerin Michaela Kaniber, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, „Dehoga Bayern“-Präsidentin Angela Inselkammer, Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Präsidiumsmitglied Ralf Barthelmes, Vizepräsident Thomas Förster, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Michaela Schmitz-Guggenbichler, Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie
Verbandstreffen
Verbandstreffen

GastroFrühling 2026: Dehoga Bayern fordert Entlastungen für die Branche

Etwa 2.500 Gäste des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern kamen beim GastroFrühling 2026 zusammen. Im Hippodrom-Festzelt auf der Münchner Theresienwiese standen vor allem Forderungen nach Entlastungen, weniger Bürokratie und besseren Rahmenbedingungen für die Branche im Mittelpunkt.
Gastronom bei der Abrechnung
Entlastungspaket
Entlastungspaket

Bundesregierung will 1.000-Euro-Prämie verlängern

Ursprünglich sollte sie nur für dieses Jahr gelten – nun will die Bundesregierung Arbeitgebern Zeit bis Ende Juni 2027 geben, um ihren Mitarbeitern 1.000 Euro Krisenprämie zu zahlen. Für das Gastgewerbe bleibt die Prämie jedoch umstritten – insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe.