Woher kommt das Essen?

Flugzeugessen: Kochen die Airlines frisch?

Am Flugzeugessen scheiden sich die Geister: Für die einen ist es eine unverzichtbare Stärkung auf ihrem Flug, die anderen sind so angespannt, dass sie keinen Bissen herunterbekommen und das Essen dankend ablehnen. Wie frisch und gut ist das Essen an Bord eigentlich?

Donnerstag, 11.05.2017, 09:46 Uhr, Autor: Felix Lauther
Flugzeugsitz mit Tisch voller Essen

An Bord einiger Lufthansa-Maschinen werden Komponenten des Flugzeugessens frisch gekocht. (© ninelutsk / FL)

Das Essen im Flugzeug ist oft kein kulinarischer Hochgenuss. Zumindest auf der Langstrecke ist die warme Mahlzeit aber in der Regel immerhin noch kostenlos – auch wenn der Trend eindeutig weg von der Gratisverpflegung geht. Die warmen Speisen an Bord werden normalerweise von einem Caterer vorgekocht und müssen im Flugzeug nur noch aufgewärmt werden. Doch wie sieht das Essen jenseits der Economy Class aus? Wird für Reisende der Business oder First Class frisch gekocht?

In der Bordküche werden keine Sternemenüs gekocht
Die Küche an Bord eines Flugzeugs heißt im Fachjargon Galley. Wie diese ausgestattet ist, hängt von der Fluggesellschaft ab. Doch generell sind dort kaum große Küchenkünste möglich.

Tuifly zum Beispiel nutzt ausschließlich Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800. Außer Kaffee kann man dort nichts kochen. Es gibt lediglich Öfen, in denen das vorbereitete Essen aufgewärmt wird, sagt Sprecher Jan Hillrichs. Und selbst bei der Premium-Airline Emirates werden die Gerichte am Boden gekocht und in der Galley aufgewärmt.

Lufthansa bereitet einige Komponenten frisch zu
In Flugzeugen der Lufthansa zum Beispiel dagegen gibt es die Möglichkeit, richtig zu kochen – allerdings keine kompletten Menüs.

Doch einzelne Komponenten der Gerichte werden in der Luft frisch zubereitet. Für Passagiere der First Class kann beispielsweise ein Spiegelei zum Frühstück gebraten werden, sagt Lufthansa-Sprecherin Sandra Kraft. Einen solchen Service gebe es aus Logistik- und Effizienzgründen aber nicht in allen Reiseklassen. Das wäre einfach zu teuer.

Noch mehr geht zum Beispiel bei Lufthansas Tochter Austrian Airlines: „Für Passagiere der Business Class bereitet ein Koch die Gerichte frisch in der Galley zu“, erklärt Sprecher Wilhelm Baldia. „Flying Chefs“ heißt das Programm – fliegende Köche. Die Zubereitung laufe ähnlich wie in einem normalen Lokal. Eines gibt es aber auch in der Bordküche dieser Fluggesellschaft nicht: offenes Feuer. Das ist aus Sicherheitsgründen verboten. (dpa / FL)

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