Gesundheit

Fast Food schädigt das Gehirn von Jugendlichen

Sogenanntes „Junk Food“ kann hirnschädigende Auswirkungen haben, wenn es über einen längeren Zeitraum während des Heranwachsens konsumiert wird, so Forscher der beiden Züricher Hochschulen (ETH und Universität).

Freitag, 16.12.2016, 10:03 Uhr, Autor: Markus Jergler
Burger

Fast Food kann bei Teenagern zu Hirnschäden führen (Foto © rvlsoft / fotolia

Die Grundlage für die alarmierende Erkenntnis bildet eine Reihe von Experimenten, welche die Forscher mit zwei verschiedenen Testgruppen von Mäusen durchgeführt haben. Für die eine Gruppe gab es Nahrung mit besonders vielen ungesättigten Fettsäuren, wie sie vor allem in Fast Food vorkommen. Die zweite Gruppe dagegen erhielt mäusegerechte Kost.

Bereits nach vier Wochen zeigten die Tiere der ersten Gruppe Gehirn-Fehlfunktionen. Betroffen ist immer die Stirnhirnrinde, der sogenannte Präfrontale Cortex. Da dieser Teil des Gehirns länger für seine komplette Reifung benötigt, als der Rest, sind vor allem Kinder und Jugendliche für derartige Angriffe anfällig. Dies bestätigen weitere Experimente mit ausgewachsenen Mäusen, deren Gehirn durch das Fast Food keinen Schaden nahm.

Störungen im Reifungsprozess der Stirnhirnrinde können ernste Auswirkungen haben. Dort ist u.a. unser Gedächtnis, Planung, Impulskontrolle und unser Sozialverhalten verankert. Laut den Züricher Forschern sorgen Beschädigungen des präfrontalen Cortex durch Unfälle oder Tumore (oder eben auch zu viel Fast Food im Teenageralter) zu einem erschwerten Umgang mit komplexen Lernprozessen, Verlust von Hemmungen, unkontrollierter Aggressivität oder gesteigerter Triebhaftigkeit. (trendsderzukunft.de/MJ)

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