Gesundheit

Ernährungsminister fordert: Mehr Schnitzel für Schulen und Kitas

Ernährungsminister Christian Schmidt setzt sich für Schweinefleisch ein. Er verstehe nicht, warum immer mehr Schulen und Kitas Gerichte mit Schweinefleisch aus den Speiseplänen streichen. Die Schulträger bekommen von Schmidt in diesem Zusammenhang ihr Fett weg.

Mittwoch, 28.12.2016, 09:50 Uhr, Autor: Felix Lauther
Schweinefleisch in Halle abgehängt

© grigvovan/FOTOLIA

Kantinen von Schulen und Kindergärten sollten nach Ansicht von Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) regelmäßig Gerichte mit Schweinefleisch anbieten. „Dass unsere Kinder kein Schweinefleisch mehr bekommen, ist völlig inakzeptabel“, sagte er der Bild Zeitung.

Es sei ein „Versagen der Schulträger“, wenn Kinder keine ausgewogene Ernährung bekämen. Auch wenn die Zahl der Muslime im Land steige, dürfe man nicht aus Bequemlichkeits- oder Kostengründen für die Mehrheit in der Gesellschaft die Auswahl einschränken, sagte Schmidt. Muslimen ist der Verzehr von Schweinefleisch verboten.

Fleisch gehört zu einer gesunden Ernährung
Weiter sagte Schmidt: „Fleisch gehört auf den Speiseplan einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, auch in der Kita- und Schulverpflegung. Jedes Kind sollte die Auswahl haben, ob es Rind-, Schweinefleisch, Fisch oder eben vegetarisch essen möchte.“

Christian Schmidt isst mit einem Kind in einer Kita.
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) sitzt am beim Besuch des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin in der Kantine neben dem 13-jährigen Oscar und isst zu Mittag. (© dpa/ Monika Skolimowska)

Dieselbe Forderung hatte Schmidt bereits Ende März erhoben. Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte im Juli in einer Videobotschaft Migranten zu Toleranz gegenüber deutschen Essgewohnheiten wie dem Verzehr von Schweinefleisch aufgerufen.

Schmidt kündigte an, das nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule werde künftig Mustervorschläge für eine ausgewogene Ernährung machen. (dpa/FL)

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