Durchwachsene Spargelsaison geht zu Ende

Die Spargelsaison geht am 24. Juni traditionell zu Ende. Für die Anbauer war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. So begann sie mit Vollgas und endete mit Zurückhaltung.

Freitag, 24.06.2022, 13:26 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Spargelfeld

Am 24. Juni endet traditionell die Spargelsaison. (Foto: © U. J. Alexander/stock.adobe.com)

Nach rund drei Monaten geht am Freitag die Erntezeit für Spargel offiziell zu Ende: Am 24. Juni ist traditionell Schluss mit dem Stechen der weißen Stangen. Im April begann die Saison mit warmen Wetter. „Es ging mit Vollgas los“, sagt Ralf Große Dankbar, Anbauberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Es sei wenig Regen gefallen, aber da die Spargelpflanze ziemlich tief wurzelt, sei das nicht dramatisch gewesen.

Kaufzurückhaltung der Verbraucher

Ein Wermutstropfen war die Zurückhaltung mancher Verbraucher. Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer beklagte Anfang Juni eine starke Kaufzurückhaltung bei Spargel, Erdbeeren und vielen Freilandgemüsearten. Zudem boten Supermärkte zeitweise billigen Import-Spargel an, wodurch die heimischen Produzenten des mit hohem Aufwand angebauten Gemüses unter Druck kamen. An den Feiertagen zu Pfingsten war die Nachfrage wieder groß.

Nordrhein-Westfalen gehört laut Anbauerverband nach Brandenburg und Niedersachsen zu den größten Spargelanbaugebieten in Deutschland. Die NRW-Anbaufläche betrug demnach 4400 Hektar im vergangenen Jahr. Saisonarbeiter gab es nach Kammerangaben genügend.

(dpa/SAKL)

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