Konkurrenz

Weinbar-Besitzer verklagen Trump wegen Wettbewerbsverzerrung

Vermiest Donald Trump den Weinbarbesitzern im Umkreis seiner Hotels etwa das Geschäft? Die Gastronomen beklagen jedenfalls weniger Gäste und Umsatz. Anwalt Scott Rome hat nun in ihrem Auftrag Klage gegen Trumps Hotel eingereicht.

Freitag, 10.03.2017, 09:55 Uhr, Autor: Felix Lauther
Mann mit Rotweinglas an Tisch

Haben der Name und die Präsenz eines Hotels von Donald Trump Weinliebhaber verschreckt? (© VIGE.co / fotolia)

Ist US-Präsident und Immobilien-Mogul Donald Trump Schuld am Umsatztief der Weinbar, die in unmittelbarer Nähe zu einem seiner Hotels liegt? Die Besitzer der Weinbar sind dieser Meinung und haben deshalb Klage gegen Trump und sein Hotel eingereicht. Sie werfen ihm vor, dass es geschäftsschädigend für andere sei, dass er das höchste Amt im Staat innehabe und gleichzeitig ein Hotel besitze. Zwar hatte Trump die Geschäftsführung nach Amtsübernahme an seine beiden Söhne und einen leitenden Angestellten delegiert, er blieb aber im Besitz des Hotels.

Scott Rome, Anwalt der Weinbar-Besitzer, sagte dem Magazin „Washingtonian“, dass Menschen, die politischen Einfluss in der Stadt suchten, sich „verpflichtet“ fühlten, das Hotel zu besuchen. Den Besitzern der „Cork Wine Bar“, Khalid Pitts und Diane Gross, geht es nach eigener Aussage nicht um Schadenersatz. Vielmehr solle das Trump Hotel das Geschäft einstellen, solange es dem Präsidenten gehöre.

„Das ist nicht fair und ist etwas, wogegen man vorgehen musste“, sagte Gross auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. (dpa / FL)

Weitere Themen