Jobwechsel

Spitzen-Sommelier Jürgen Fendt wird Winzer

Da war die Liebe zum Wein wohl größer als zur Gastro: Jürgen Fendt verlässt das Restaurant „Bareiss“ im Schwarzwald und hängt seine Chefsommelier-Posten an den Nagel.

Freitag, 17.03.2017, 11:20 Uhr, Autor: Felix Lauther
Jürgen Fendt redet mit Personen

Jürgen Fendt (links i. B.) war 18 Jahre lang Chefsommelier im Restaurant „Bareiss“. (© dpa – Bildarchiv)

Er ist einer von Deutschlands besten Weinkennern: Spitzen-Sommelier Jürgen Fendt. Über 18 Jahre war er für die Weinauswahl und -beratung im Restaurant „Bareiss“ in Mitteltal im Schwarzwald zuständig – jetzt schlägt der Gastro-Profi einen anderen Weg ein. Er hat sich entschieden, der Gastronomie den Rücken zu kehren und in den familieneigenen Weinbetrieb einzusteigen, wie der „Schwarzwälder Bote“ in seiner Online-Ausgabe berichtet. Für Nachwuchs bei Deutschlands Wein-Elite hat er mit seiner Frau auch schon gesorgt. Seine kleine Katharina ist gerade 15 Monate alt.

Bei der Wiedereröffnung des „Bareiss“ nach der Urlaubspause wird Jürgen Fendt nicht mehr dabei sein. Vor seinem letzten Arbeitstag sagt er der Zeitung: „Viel Arbeiten war nicht“. Es gab eine kleine Feier mit Kollegen und Familie Bareiss. „Den Kloß im Hals, den hat man beiden angemerkt“, sagt Maren Fendt über ihren Mann und seinen Kollegen Thomas Brandt gegenüber dem „Schwarzwälder Boten“.

Seine Frau Maren ist ebenfalls Winzerin. Die Philosophie des Neu-Winzer-Paares: „Wir setzen auf ungekünstelt und ungeschminkt“, sagt Maren Fendt. „Die Weine entstehen im Weinberg und nicht im Keller.“ Die beiden arbeiten mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zugabe von Mitteln wie Eiweiß oder Gelatine. Vom Geschmack auf der Zunge wirkten die edlen Tropfen dadurch etwas „kantiger“, bräuchten zwar ein wenig länger, seien aber „authentischer und langlebiger“, wie Maren Fendt gegenüber dem Schwarzwälder Boten weiter erklärt. HOGAPAGE Today wünscht: „Gutes Gelingen!“ (Schwarzwälder Bote / FL)

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