Auszeichnung

Henris Weinguide 2026: Südtirols beste Weine und Persönlichkeiten ausgezeichnet

Peter Sölva
Das Weingut Peter Sölva erhielt die Ehrung „Kollektion des Jahres“ (Foto: © LIVE-STYLE Agency)
Der Südtiroler Weinguide 2026 würdigt auch in diesem Jahr wieder herausragende Betriebe, Persönlichkeiten und Weine. Grundlage der Bewertung sind Blindverkostungen auf höchstem Niveau.
Donnerstag, 09.04.2026, 15:08 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Henris hat die Auszeichnungen des Südtiroler Weinguide 2026 vorgestellt und damit erneut herausragende Persönlichkeiten sowie Spitzenleistungen der regionalen Weinwelt gewürdigt. Die Preisverleihung fand im Parkhotel Luna Mondschein in Bozen statt.

Die Auszeichnungen ehren würdigen Spitzenleistungen in den Bereichen Weinbau und Weinerlebnis sowie Betriebe, die die Qualität und Vielfalt der Südtiroler Genusslandschaft prägen. Gleichzeitig unterstreichen sie die internationale Bedeutung der Region im Weinbau.

Blindverkostung als Bewertungsgrundlage

Ein zentrales Merkmal des Weinguide ist die konsequente Bewertung durch Blindverkostungen. Dabei zählt ausschließlich die Qualität im Glas.

„Ohne Etikett, ohne Prestige zählt allein, was im Glas überzeugt – genau deshalb ist die Aufnahme in den Guide eine besondere Auszeichnung“, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung von Henris. 

Die Verkostungen erfolgen durch Panels aus vier bis sechs professionellen Verkostern, die die Weine in zusammengestellten Flights von acht bis zehn Weinen desselben Jahrgangs, derselben Rebsorte oder Cuvée und Gewichtsklasse bewerten. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf unterschiedliche Ausbauverfahren gelegt, um die charakteristische Vielfalt der Jahrgänge und Rebsorten umfassend darzustellen. 

Die wichtigsten Auszeichnungen 2026

Zu den bedeutendsten Ehrungen des Jahres zählen:

  • Weingut des Jahres: Weingut Elena Walch, Tramin
  • Weinpersönlichkeit des Jahres: Michael Graf Goëss-Enzenberg, Manincor, Kaltern
  • Kellerei des Jahres: Kellerei Kurtatsch, Kurtatsch
  • Kollektion des Jahres: Weingut Peter Sölva, Kaltern

Weitere Betriebe für kontinuierliche Qualitätsentwicklung ausgezeichnet

Bei der Veranstaltung wurden außerdem Weingüter geehrt, die sich durch besonders kontinuierliche und nachhaltige Qualitätsentwicklung auszeichnen. Insgesamt zwölf Betriebe wurden neu in die höchste Kategorie von fünf schwarzen Trauben aufgenommen. Mit dieser Auszeichnung zählen sie zur Weltklasse und zur internationalen Spitze des Weinbaus. 

Besonders freuen dürfen sich: Alois Lageder (Margreid), Castelfeder (Kurtinig), Elena Walch (Tramin), Gump Hof – Markus Prackwieser (Völs am Schlern), Kellerei Andrian (Terlan), Kellerei Bozen (Bozen), Kellerei Kurtatsch (Kurtatsch), Kellerei Tramin (Tramin), Kornell – Florian Brigl (Siebeneich), Manincor (Kaltern), Peter Sölva (Kaltern), Schreckbichl – Colterenzio (Girlan).

Neben der Spitze der Südtiroler Weinwelt wurden 23 Betriebe für ihre kontinuierliche Qualitätsentwicklung mit einer höheren Traubenbewertung ausgezeichnet und haben sich im Vergleich zur Vorjahresbewertung verbessert. 

Außerdem wurden 24 Weine in ihrer jeweiligen Rebsorte zu den Weinen des Jahres 2026 gekürt:

  • Sekt des Jahres: Sektgut Montris – 2020 Montris Blanc de Blancs Brut Nature
  • Sylaner des Jahres: Köfererhof – 2024 R Sylvaner
  • Riesling des Jahres: Weingut Falkenstein – 2020 anadûron Riesling
  • Kerner des Jahres: Weingut Niklas – 2022 Libellula Kerner Riserva
  • Weißwein-Komposition des Jahres: Kellerei Terlan – 2022 Terlaner Primo Grande Cuvée
  • Pinot Bianco des Jahres: Gump Hof – Markus Prackwieser – 2022 Renaissance Weissburgunder Riserva
  • Pinot Grigio des Jahres: Wassererhof – 2023 Pinot Grigio
  • Chardonnay des Jahres: Nals Margreid – 2021 Nama
  • Gewürztraminer des Jahres: Kellerei Tramin – 2024 Nussbaumer Gewürztraminer
  • Gewürztraminer edelsüß des Jahres: Kellerei Tramin – 2023 Terminum Gewürztraminer
  • Sauvignon Blanc des Jahres: Kellerei St. Michael-Eppan – 2021 The Wine Collection Sauvignon Blanc
  • Rarität weiß: Kellerei Terlan – 2012 Rarity Weißburgunder
  • Rarität restsüß weiß: Kellerei Tramin – 2017 Epokale Gewürztraminer
  • St. Magdalener des Jahres: Pfannenstielhof – 2020 Der Pfannenstiel. St. Magdalener Classico
  • Kalterersee des Jahres: Castel Sallegg – 2024 Vigna Bischofsleiten Kalterersee Classico superiore
  • Vernatsch des Jahres: Baron Widmann – 2023 Nockerisch Vernatsch
  • Vernatsch Handschrift: Pranzegg – 2022 Campill Vernatsch
  • Pinot Noir des Jahres: Kellerei Girlan – 2021 Vigna Ganger Pinot Noir Riserva
  • Cabernet Sauvignon des Jahres: Weingut Tiefenbrunner – Schlosskellerei Turmhof – 2021 Vigna Toren Cabernet Sauvignon Riserva
  • Cabernet Franc des Jahres: Peter Sölva – 2023 Amistar Cabernet Franc Riserva
  • Rotwein-Komposition des Jahres: Manincor – 2022 Castel Campan
  • Merlot des Jahres: Kornell – Florian Brigl – 2020 Kressfeld Merlot Riserva
  • Rosenmuskateller des Jahres: Muri-Gries Klosterkellerei – 2023 AbteiMuri Rosenmuskateller
  • Rarität rot: Kellerei Kurtatsch – 2018 Tres Riserva

Etablierte Bewertung mit neuem Format

Nach drei Jahren Weinverkostungen unter Gault&Millau präsentiert sich Henris nun bereits zum zweiten Mal als eigenständige Plattform für Weinbewertung in Südtirol. Die Bewertung erfolgt unter der Leitung von Otto Geisel und seinem Expertenteam.

(Henris Edition/SAKL)

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