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Nespresso Kapseln gibt’s jetzt auch von Starbucks

„What else?“ denkt sich jetzt auch der US-amerikanische Kaffeehauskonzern Starbucks und macht Nestlé mit eigenen „Nespresso“-kompatiblen Kaffeekapseln Konkurrenz – auch in Österreich und der Schweiz.

Montag, 03.04.2017, 11:10 Uhr, Autor: Felix Lauther
Starbucks Kaffeekapseln

Starbucks macht mit eigenen Kaffeekapseln für Nespresso-Maschinen dem Nestlé Konzern Konkurrenz. (© Starbucks)

„Wir wissen, dass bei unseren Gästen das Bedürfnis da ist“, sagte Starbucks-Schweiz-Chef Frank Wubben in einem Interview mit dem schweizer Newsportal „20 Minuten“. Die US-amerikanische Kaffeehauskette geht in die Offensive und bietet nun auch in der Schweiz und Österreich ihre Kaffeekapseln an, die Kunden von Nespresso-Maschinen nutzen können. Es sei der richtige Moment gekommen, Nestlé durch die Lancierung eigener Kaffeekapseln den Konkurrenzwind ins Gesicht zu blasen. So sollen die neuen Kapseln in allen Starbucks-Shops erworben werden können.

Die Amerikaner bewegen sich mit den Kaffeekapseln auf keinem fremden Terrain. Seit vier Jahren bieten sie mit „Verismo“ ihr eigenes Kapselsystem an. Weil immer mehr Verbraucher jedoch eine Nespresso-Maschine nutzen, will der Konzern hier auch ein Stück vom Kuchen abhaben. „Auf diese Weise gehen wir dahin, wo die Leute sind: Zuhause“, so Michelle Gass, Europa-Chefin der Kaffeehauskette Starbucks, selbstbewusst. Und tatsächlich, wird hierzulande, genau wie in den Nachbarländern, eine gewaltige Menge Kaffee in den eigenen vier Wänden getrunken. Wie die Welt berichtet sind es nach aktuellen Branchenzahlen sogar mehr als 50 Prozent des Gesamtkonsums. „Wir wollen einer der großen Spieler in diesem Markt werden.“

Starbucks kooperiert mit Krüger
„Wer junge Kaffeetrinker erreichen will, muss im Kapselgeschäft vertreten sein“, so Branchenexperten gegenüber der „Welt“.  Nestlé rüstet dementsprechend mit einem neuen 220 Millionen Euro teuren Werk in Mecklenburg-Vorpommern, das rund zwei Milliarden Kaffeekapseln pro Jahr produzieren kann, auf. Bei Starbucks hat man sich jedoch für ein anderes Modell entschieden und sich einen Kooperationspartner gesucht – nämlich das rheinische Familienunternehmen Krüger, welches mit seinen 4.000 Mitarbeitern zuletzt 1,7 Milliarden Euro Umsatz erzielen konnte. Im Zuge der neuen Kooperation liefert Krüger künftig sämtliche Kapseln für das das System Versismo, egal ob diese in den USA, Deutschland oder in der Schweiz verkauft werden. Frank Wubben will aber nicht mit dem Lebensmittelriesen Nestlé in den Ringkampf um Kunden gehen. Eine Bedrohung sieht er für den Erfinder der Nespressó-Maschine nicht. „Wir sind ja nicht die ersten, die Nespresso-kompatible Kapseln auf den Markt bringen“, wie er 20min.ch weiter erklärt. („Die Presse“ / Welt.de / 20min.ch / FL)

 

 

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