Rekordpreis

10.000 Dollar für ein Kilo Kaffee

Panamas Ninety Plus-Kaffee stellt bei einer Auktion in Dubai einen neuen Preisrekord auf. Eine einzige Tasse aus diesen Luxusbohnen kostet somit rund 250 Dollar.

Dienstag, 17.09.2019, 09:09 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Dampfende Tasse Kaffee mit Kaffeebohnen rundherum

Bei 250 Dollar für eine Tasse Kaffee sollte man das schwarze Gold schon sehr bewusst genießen. Aber in Dubai wird es auch dafür eine Klientel geben. (© fotolia.com/Sabine Hürdler)

Panamas Kaffeefarm Ninety Plus hat einen Prototyp seiner Kaffeesorte Gesha (Geisha) in Dubai zum Weltrekordpreis von 10.000 USD pro Kilo verkauft und damit seinen eigenen Weltrekord von 2017 eingestellt, als bei einer Auktion 5.001.50 USD pro Kilogramm erzielt wurden. Der emiratische Unternehmer Ibrahim Al Mallouhi, Gründer von The Espresso Lab, war von einer Versuchspartie der vom Ninety Plus-Gründer Joseph Brodsky entwickelten Kaffeesorte Gesha (Geisha) so überwältigt, dass er Brodsky überredet hat, ihm etwas von dem Kaffee zu verkaufen, der für 250 USD pro Tasse angeboten wird. Bei den experimentellen Kaffeesorten aus streng kontrolliertem Anbau kommen lokale Hefestämme während mehrphasiger Gärungsprozesse zum Einsatz.

Ninety Plus-Kaffeesorten haben 5 World Brewers Cup-Meisterschaften gewonnen und mehr 97-Punkte-Bewertungen erzielt als jede andere Kaffeefarm auf der Welt. Nach Aussage von Al Mallouhi sind diese experimentellen Kaffeesorten „der Schlüssel zu echten Produkten der Zukunft und bieten ein komplett neuartiges Geschmackserlebnis“.

Weintourismus als Vorbild

Ninety Plus hat außerdem mit seinem Wiederaufforstungsprogramm neue Akzente gesetzt. Kaffee wird auf einer vollständig überdachten Anbaufläche mit Angehörigen des Ngäbe-Stammes produziert (ein indigenes Volk, das in Westpanama beheimatet ist), die Spitzenlohn verdienen und ebenfalls am Innovationszyklus beteiligt sind. „Die Farm fühlt sich an wie ein Naturpark, wo Kaffee und Menschen ein natürlicher Teil des Ökosystems sind“, sagte Brodsky. Mit dem weltweiten Weintourismus als Vorbild, haben die Erzeuger in Panama mit Unterstützung der panamaischen Regierung und ihrer Tourismusbehörde einen „Kaffee-Rundkurs“ entwickelt. Farmen bieten Besichtigungen und Verkostungen an.

 

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