Umweltschutz

Stiegl nimmt E-LKW in Betrieb

Vorerst nur im Stadtgebiet von Salzburg kommt bei der Brauerei Stiegl ab Herbst auch ein E-LKW zum Einsatz. Spannend werden die Alltagserfahrungen und wie weit die theoretische Reichweite von 200 km etwa bei Minusgraden sinkt.

Dienstag, 28.02.2017, 11:43 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Stiegl-Vertriebsgeschäftsführer Thomas Gerbl lädt E-LKW von MAN auf

Stiegl-Vertriebsgeschäftsführer Thomas Gerbl lädt schon mal den E-LKW von MAN auf. (©Hebenstreit & Picker PR/Stiegl)

Die Salzburger Stiegl-Brauerei will künftig auch bei der Auslieferung ihrer Biere auf die Umwelt achten. Daher war man einer der Partner der ersten Stunde des E-LKW-Projekts des Nutzfahrzeugherstellers MAN mit Sitz in Steyr (OÖ) und des Council für Nachhaltige Logistik (CNL). Nach diversen Studien ist nun der Weg in Richtung Serienreife geebnet. „Noch im Herbst dieses Jahres werden wir unseren ersten E-LKW von MAN bekommen“, freut sich Vertriebsgeschäftsführer Thomas Gerbl und ergänzt, dass Stiegl die erste Brauerei sei, die ein derartiges Fahrzeug in ihrem Pool habe. „Zum Einsatz wird der E-LKW überwiegend für Auslieferungstouren im Stadtgebiet kommen und so unsere Stiegl-Pferdekutschen CO2-neutral perfekt ergänzen“, sagt Gerbl. Der Elektromotor leistet 250 kW (entspricht 320 PS), hat eine theor. Reichweite von 200 Kilometern und ist dabei vollkommen emissionsfrei unterwegs. Auch die Lärmbelastung sinkt erheblich gegenüber klassischen Diesel-LKWs.

Federführend im Zuge der Entwicklungen war das CNL (Council für Nachhaltige Logistik), das beim Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur angesiedelt ist. Interessant werden die Erfahrungen im Alltag auf jeden Fall, galt doch vor allem der Lastentransport als Problemfeld bei der E-Mobilität.

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