Neue Steuer in Großbritannien:

Coca Cola senkt Zuckeranteil

Der US-Getränkekonzern hat den Zuckergehalt von zwei seiner Limonaden in Großbritannien drastisch verringert. Auch beim deutschen Sprite soll noch dieses Jahr die Menge des süßen Rohstoffs halbiert werden.

Donnerstag, 29.03.2018, 11:27 Uhr, Autor: Thomas Hack
Zwei frische Gläser mit Cola, Eiswürfen und Zitronen

Die Limonaden von Coca Cola sollen „gesünder“ werden. (©beats_/Fotolia)

Zuletzt sei der Zuckergehalt für Fanta im Mai 2017 und für Sprite im März 2018 reduziert worden, sagte eine Sprecherin von Coca-Cola Deutschland am Mittwoch in Berlin. Interessant in diesem Zusammenhang: In Großbritannien wird ab 6. April eine nach Zuckergehalt gestaffelte Steuer fällig. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über den geringeren Zuckeranteil berichtet. Sie berief sich auf Informationen der Verbraucherorganisation Foodwatch, die sich wiederum auf einen Bericht der britischen Haushaltsbehörde OBR bezog.

Demnach habe Coca-Cola den Zuckergehalt für Fanta von 6,9 auf 4,6 Gramm je 100 Milliliter reduziert und für Sprite von 6,6 auf 3,3 Gramm. Die Unternehmenssprecherin bestätigte diese Angaben. Coca-Cola habe in Großbritannien bereits viele Jahre vor der Ankündigung der Steuer begonnen, den Zuckergehalt in Getränken zu reduzieren, fügte sie hinzu. „Seitdem haben wir dort 34 Rezepturen geändert, darunter auch die für Fanta und Sprite.“

Die Sprecherin wies zudem darauf hin, dass sich das Unternehmen zusammen mit anderen Herstellern 2017 verpflichtet habe, den Zuckergehalt in seinen Limonaden in der EU bis 2020 um durchschnittlich 10 Prozent zu senken. „Bei Sprite wollen wir noch in diesem Jahr den Zuckergehalt in Deutschland um 50 Prozent verringern“, sagte sie. Derzeit seien es 9,1 Gramm in 100 Millilitern. (dpa/TH)

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