Hart aber machbar

Nachhaltigkeit braucht Mut, Kraft und Durchhaltevermögen

Nachhaltigkeit ist eines dieser Worte, die man in der Gastronomie seit einiger Zeit fast täglich zu hören bekommt. Viele haben versucht auf den Zug Nachhaltigkeit aufzuspringen, nur einige haben es geschafft. Eva Kleser ist eine von ihnen. In ihrem Restaurant „Leib & Seele“ in Wiesbaden können Gäste erfahren, was wahre Nachhaltigkeit ausmacht.

Montag, 03.07.2017, 14:36 Uhr, Autor: Markus Jergler
Das Team des Restaurants "Leib und Seele"

Das Team des Restaurants „Leib und Seele“ legt größten Wert auf Nachhaltigkeit. (Foto: © Bistro Restaurant Leib & Seele)

Hinter „Essenz“ verstecken sich eigene, ausgefallene Pestokreationen, die in der Schweiz bereits zum Standardsortiment des größten Warenhauses „Globus“ gehören. Es gibt natürlich das klassische und allseits beliebte Basilikumpesto aber auch neue, ungewohnte Geschmacksrichtungen wie beispielsweise Vanille, Lavendel, Salbei-Macadamia im Sommer, oder Maroni-Ziege für den Winter. Nachdem Eva Kleser für wenige Jahre in der Schweiz gelebt hatte, um „Essenz“ dort zu gründen, ist sie nun nach Wiesbaden zurückgekehrt. In der hessischen Landeshauptstadt ist sie inzwischen seit eineinhalb Jahren Inhaberin des Restaurants „Leib & Seele“. Auch wenn der kleine Betrieb auf den ersten Blick scheinbar keinerlei Besonderheiten in sich trägt, finden Gäste hier eine kleine gastronomische Wohlfühloase. „Der Leib und die Seele kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, denn bei uns gibt es richtiges Soulfood“, erklärt die junge Unternehmerin gegenüber dem Magazin Sensor, welches das „Leib & Seele“ bereits im März zum Restaurant des Monats wählte.

Daniel Fröhlich
Küchenchef Daniel Fröhlich holt sich Zutaten aus dem eigenen Garten. (Foto: Bistro Restaurant Leib & Seele)

Unterstützung bekommt Eva Kleser von ihrem Küchenchef Daniel Fröhlich, der schon in der „Ente“, dem Berliner „Adlon“ und in Irland gekocht hat. Für beide haben Frische, Lokalität und Nachhaltigkeit oberste Priorität. „Wir haben eine Vision und möchten etwas bewegen“, so Kleser. Die Wirtin weiß, Nachhaltigkeit braucht Mut, Kraft und Durchhaltevermögen, um die Menschen zu erreichen. Deshalb kommen viele Zutaten für die Speisen aus dem eigenen Garten. Ihren Prinzipien wollen Kleser und Fröhlich auch mit ihrem neuen Streetfoodkonzept „Das BROT!“ treu bleiben, mit dem die beiden in und um Wiesbaden überzeugen wollen. Rustikales und selbstgebackenes Brot, belegt mit „Roter Beete und Blauschimmelkäse, mit rosa gebratenem Kalbstafelspitz auf Waldorfsalat mit Wildkräutern und Kürbiskernmayo, oder aber mit hausgebeiztem Lachs und Fenchel mit Honig-Senf-Soße sind die facettenreichen Brote je nach gewählter Portionsgröße kleine oder große kulinarische Highlights“ dürften überzeugen. Lokale Spezialitäten und grenzenlose Klassiker mit regionale Zutaten bilden eine vielversprechende Kombination. (MJ)

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