Studie

Mehrweg-Geschirr im Trend

Ab 2023 sind Gastronomen verpflichtet Speisen zur Mitnahme oder Lieferung auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Verbraucher diesen Weg unterstützen.

Donnerstag, 30.09.2021, 12:30 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Mehrweggeschirr

Mehrheit der Deutschen unterstützt Mehrweggeschirr bei Take-aways und Lieferungen. (Foto: © iStockphoto)

In puncto nachhaltige Verpackung liegt Mehrweg-Geschirr im Trend: Einer neuen Mintel-Studie zum Thema Take-away und Lieferservices zufolge wären 72 Prozent der deutschen Verbraucher bereit, Pfand für wiederverwendbare Behälter in der Gastronomie zu zahlen. Über ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) achtet sogar aktiv darauf, nicht bei Restaurants zu bestellen, die schwer zu recycelnde Verpackungen nutzen.

Plastik: Nicht ansprechend aber hygienisch

Obgleich Plastik in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird und 30 Prozent der Deutschen Plastik als Verpackungsmaterial eher nicht als ansprechend erachten, finden die meisten Verbraucher das Material im Vergleich zu anderen beim Essen am praktischsten (35 Prozent) und am hygienischsten (24 Prozent der Befragten).

Die Recyclebarkeit ist wichtig

Beim Stichpunkt “Recyclebarkeit” schneidet Plastik am schlechtesten ab (31 Prozent der Befragten erachten es als nicht-recycelbar), allerdings verwendet es über ein Drittel (35 Prozent) wieder. Bambus mit Kunststoffanteil als Verpackungsmaterial könnte hingegen eine interessante Alternative sein: 29 Prozent der Verbraucher finden umweltfreundlichere Verpackungen aus Bambus praktisch zum Essen, ein Fünftel (19 Prozent) findet das Material als hygienisch, und weitere 24 Prozent erachten Verpackungsmaterialien aus Bambus als wiederverwendbar. In Sachen Nachhaltigkeit lohnt sich auch der Blick auf Karton: Gerade einmal 3 Prozent der deutschen Verbraucher hält das Material für nicht recycelbar – somit schneidet es im Vergleich zu anderen Materialien bei der Recycling-Frage am besten ab. Allerdings birgt Kartonage auch Nachteile: So findet über ein Drittel (34 Prozent), dass das Material zum Auslaufen neigt, während ein Viertel (25 Prozent) es eher nicht ansprechend findet. (Mintel/NZ)

PS: Eine Zusammenfassung der unterschiedlichen Möglichkeiten finden Sie in der Ausgabe 2/2021 unseres HOGAPAGE Magazins. Der Beitrag enthält auch einen Überblick zu den verschiedenen Materialien und ihren Vorteilen.

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