Gastromöbel: Mehr Umsatz pro Quadratmeter
Ob kleines Café, Stadtrestaurant oder Hotelterrasse: Die Fläche eines Gastronomiebetriebs ist begrenzt. Gleichzeitig hängt der wirtschaftliche Erfolg stark davon ab, wie effizient diese Fläche genutzt wird. Ein oft unterschätzter Faktor dabei ist die Einrichtung.
Gastromöbel sind mehr als reine Einrichtungsgegenstände. Sie beeinflussen, wie viele Gäste gleichzeitig Platz finden, wie lange diese bleiben und ob sie wiederkommen. Zudem müssen sie im Gastronomiealltag strapazierfähig, pflegeleicht und optisch zur Marke eines Betriebs passend sein.
Tische und Bestuhlung bestimmen die Kapazität
Die Planung der Tischanordnung entscheidet maßgeblich darüber, wie viele Couverts ein Betrieb realisieren kann. Wer den Grundriss genau analysiert, kann Fehlentscheidungen vermeiden.
Ein Beispiel: In einem Restaurant mit 80 Quadratmetern Gastraum lassen sich mit quadratischen 70x70-Zentimeter-Tischen theoretisch zehn bis zwölf Zweier- oder Vierertische platzieren. Werden stattdessen runde Tische mit 60 Zentimetern Durchmesser eingesetzt, können durch flexiblere Kombinationsmöglichkeiten bis zu 15 Tische im Raum untergebracht werden – ohne dass das Raumgefühl darunter leidet.
Auch stapelbare Stühle können die Flächennutzung verbessern. Sie ermöglichen es, die Bestuhlung je nach Tageszeit oder Veranstaltungsformat anzupassen. Besonders für Betriebe mit wechselnden Konzepten, etwa Mittagstisch und Abendveranstaltungen, kann diese Flexibilität wirtschaftliche Vorteile bringen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Zonierung des Gastraums. Hochstühle und Barhocker im Thekenbereich schaffen zusätzliche Plätze, überbrücken Wartezeiten und erhöhen den Flächenertrag, ohne den eigentlichen Restaurantbereich zu verändern.
Terrassen als zusätzliche Umsatzfläche
Außenbereiche gehören zu den am stärksten wachsenden Umsatzflächen in der Gastronomie. Richtig möbliert können Terrassen die Gesamtkapazität eines Betriebs um 20 bis 40 % steigern – bei vergleichsweise geringen Investitionskosten.
Terrassenmöbel müssen allerdings besonderen Anforderungen standhalten. Sie sollten witterungsbeständig, UV-stabil und pflegeleicht sein. Materialien wie Aluminium, Polyrattan oder hochwertiger Kunststoff haben sich hier bewährt.
Wichtig ist zudem ein stimmiges Erscheinungsbild. Wenn der Stil der Inneneinrichtung konsequent im Außenbereich fortgeführt wird, entsteht ein einheitlicher Gesamteindruck, der die Wiedererkennbarkeit eines Betriebs stärkt.
Atmosphäre in Café und Bar als Umsatztreiber
In Cafés und Bars spielt die Atmosphäre eine besonders wichtige Rolle. Gäste besuchen diese Orte nicht nur wegen des Angebots, sondern auch wegen des Erlebnisses.
Barhocker erfüllen dabei eine doppelte Funktion: Sie erhöhen die Sitzplatzkapazität im Thekenbereich und schaffen zugleich eine lockere Atmosphäre. Studien aus dem Gastronomiebereich zeigen, dass Gäste an Bartresen im Durchschnitt 15 bis 20 % mehr konsumieren als an klassischen Tischen.
Für Cafés bieten sich zusätzlich Loungeelemente und Sofaecken an. Solche Verweilzonen sprechen Gäste an, die länger bleiben und mehrere Konsumanlässe nutzen – etwa vom Frühstück bis zum Nachmittagsgebäck. Dadurch kann der Umsatz steigen, ohne dass zusätzliche Marketingmaßnahmen notwendig sind.
Gastronomen investieren oft viel in Küche und Konzept, aber die Möblierung wird zu spät und zu wenig strategisch gedacht. Dabei entscheidet sie maßgeblich darüber, wie wirtschaftlich eine Fläche wirklich arbeitet. Wir beobachten, dass Betriebe, die ihre Einrichtung gezielt auf Flächenertrag und Zielgruppe abstimmen, deutlich bessere Auslastungszahlen erzielen – auch ohne größere bauliche Veränderungen.
Empfehlungen für eine wirtschaftliche Einrichtung
Aus der Praxis lassen sich mehrere Ansätze ableiten, mit denen Gastronomen ihre Flächennutzung verbessern können:
- Tischgrößen und Tischformen vor dem Kauf anhand des tatsächlichen Grundrisses planen, idealerweise mit maßstabsgetreuem Raumplan.
- Stapelbare oder klappbare Stühle einsetzen, um den Raum flexibel für unterschiedliche Veranstaltungsformate nutzen zu können.
- Den Außenbereich mit wetterfesten Terrassenmöbeln nutzen und optisch an die Inneneinrichtung anpassen.
- Zusätzliche Barhockerplätze oder Stehzonen einplanen, um Wartezeiten zu überbrücken und Zusatzumsätze zu ermöglichen.
- Bei der Möbelauswahl auf gewerbliche Qualität und Herstellergarantie achten, da Möbel aus dem Privatbereich dem Gastronomiealltag oft nicht dauerhaft standhalten.
(brigl consulting/ openPR/ SAHO)