Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Blick in eine der teuersten Suiten der Welt

Hotelzimmer
Extravagante Einrichtung in einer der teuersten Suiten der Welt: Damien Hirsts Werk „Here for a Good Time Not a Long Time“ besteht aus einem Marlinskelett und einem Präparat, die über einer durchsichtigen und mit medizinischem Abfall gefüllten Bar hängen (Foto: © Palms Casino Resort)
Die neu eröffnete Empathy Suite im Palms Casino Resort in Las Vegas gilt als eine der kostspieligsten Übernachtungsmöglichkeiten. Dafür wohnt man in einer privaten Kunstgalerie.
Donnerstag, 21.03.2019, 10:49 Uhr, Autor: Kristina Presser

Es ist eine der derzeit teuersten Suiten der Welt: die Empathy Suite, eine Sky Villa im Palms Casino Resort in Las Vegas. Seit 1. März 2019 kann man die neu eröffneten Räumlichkeiten für mindestens zwei Übernachtungen reservieren und zahlt rund 200.000 US-Dollar, wie unter anderem CNN berichtet. Dafür nächtigt man aber auch weniger in einer Luxus-Unterkunft als vielmehr in einer privaten Kunstgalerie. Denn die Inneneinrichtung stammt von dem weltbekannten britischen Starbildhauer, Maler und Konzeptkünstler Damien Hirst. Insgesamt sechs seiner zeitgenössischen Werke definieren das Interior-Design sowie individuelle Möbel und Textilien mit Hirst-Motiven. Und das reicht von echten Haien bis hin zu überdimensionalen Tablettenschränken.

Insgesamt hatte Hirst, der seinen Suite-Entwurf in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bentel & Bentel realisierte, reichlich Platz für seine Ideen und Kunstinstallationen. Die Räumlichkeiten verteilen sich auf zwei Stockwerke und rund 836 Quadratmeter. Zu sehen gibt es darin sein erst 2018 geschaffenes Originalwerk „Winner/Loser“ – zwei Bullenhaien, die in einem weiß umrandeten Tank in Formaldehyd schweben; „Casino Royale“ (eine zehnteilige Kollektion von Hirsts Schmetterlingsmotiven auf monochromen, glänzend bemalten Leinwänden); der Medizinschrank namens „Vegas“ hängt an einer der markant gestalteten Wände; „The Winner Takes It All“ (ein mit Zirkonia dekorierter Schrank); „Money“ zeigt einen gläsernen Schrank mit farblich abgestimmten Medikamentenpackungen. Hirsts Werk „Here for a Good Time Not a Long Time“ besteht aus zwei hängenden Vitrinen, in denen sich ein skelettierter und ein präparierter Marin, Speerfische, befinden. Die Vitrinen schweben über einer mittig im Raum stehenden und mit medizinischen Abfällen gefüllten Bar (siehe Abb.).

Wie bei Hollywoodreporter zu lesen, freut sich der Künstler sichtlich über das jetzt nach mehreren Monaten Laufzeit fertiggestellte Design-Projekt: „Ich liebe, was Frank und Lorenzo Fertitta mit dem Palms gemacht haben. Es ist großartig mit ihnen zusammenarbeiten zu können, weil sie fantastische Kunstsammler sind und Kunst vollkommen verstehen“, sagte Damien Hirst. „Sie haben es mir erlaubt, eine Suite im Hotel zu entwerfen und alles zu gestalten und mit meiner Kunst auszuschmücken.“

Für sein Geld bekommt man dann aber auch etwas: Neben zwei Schlafzimmern, begehbaren Dampfduschen, einem privaten Heilsalz-Raum, zweieinhalb Bädern und Massageliegen, erwarten die Gäste unter anderem ein eigener Fitnessraum, 24-Stunden Butler-Service und ein mit Schmetterlingsmotiven gekachelter Infinity-Jacuzzi, von dem aus man auf den Las Vegas Strip blickt. Außerdem gibt es eine private Führung durch die Suite mit Erklärungen zu Hirsts Werken und hinter die Kulissen des gesamten Anwesens sowie VIP-Zugang zu den erstklassigen Annehmlichkeiten des Palm-Resorts wie KAOS Dayclub & Nightclub und dem Pearl Concert Theater.

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