Naschen, Restaurants, Urlaub

Was sind die Trends für 2018?

Flamingos statt Einhörner auf vielen Produkten? Smoothies aus Fleisch statt Obst und Gemüse? Sevilla als Reiseziel? Und im Restaurant Salatblätter essen, die direkt im Lokal wachsen? Diese Trends könnten sich in diesem Jahr durchsetzen.

Montag, 15.01.2018, 13:10 Uhr, Autor: Markus Jergler
In einer Pfanne befinden sich Nudeln, Fleisch, geschnittene Zwiebeln, Paprika, Pilze und Tomaten mit einem Bund Petersilie

In diesem Jahr könnten die sogenannten bowls sehr angesagt sein. (Foto: M.studio/fotolia)

Was „In“ ist und was nicht, ändert sich rasend schnell. Internet und soziale Medien sorgen dafür, dass sich ein Hype über Nacht auf der ganzen Welt verbreitet oder genauso schnell wieder verschwindet. Natürlich halten sich die richtig großen Trends wesentlich länger als nur ein paar Tage. Doch was könnte 2018 in der Küche, in Restaurants, beim Essen und auf Reisen angesagt sein?

Naschen
„Gesund naschen“ sei ein Leitmotiv 2018, sagt der Berliner Candy-Blogger Oliver Numrich („naschkater.com“). Der Verzicht auf Allergene wie Gluten, Nüsse oder Laktose und der Ersatz unerwünschter Zutaten nehme zu, etwa von Farbstoffen, Palmöl oder Zucker (etwa durch die Birkensüße Xylit). Onlineshops spezialisierten sich zunehmend, zum Beispiel auf vegane Süßigkeiten. Verpackungen werden noch häufiger mit dem eigenen Namen personalisierbar. Hersteller reagieren mit Special Editions und neuen Varianten ihrer Marken.

Lebensmittel
Wenn Zutaten in den USA angesagt sind, sind sie es meist später auch in Europa. Man denke in den letzten Jahren an die Açai-Beere, Chiasamen, Amaranth, Quinoa oder Grünkohl, der dann englisch „kale“ genannt wurde. Laut „Rundschau für den Lebensmittelhandel“ sehen Marktforscher von Mintel folgende vier Trendlebensmittel: den sibirischen Chagapilz, der als Pulver gegen Stress helfen soll, glutenfreies grünes Bananenmehl sowie Hanfsamen und Blaue Algen.

Küche
Bei der amerikanischen Öko-Supermarktkette Whole Foods – seit vorigem Jahr Teil von Amazon – gehören zu den Top Ten der Food-Trends noch immer die Nahostküche (also Hummus, Shakshuka und Co.), Pflanzenmilchdrinks, vegane Burger-Patties sowie Tacos zum Frühstück oder als Dessert. In deutschen Haushalten fragen sich Medien zufolge dieses Jahr viele, ob die Heißluftfritteuse der neue Thermomix ist.

Restaurants
Nach der Asia-Welle, den vielen Burger-Läden, dem Streetfood-Hype oder dem Trend zur Küche Mexikos, Koreas oder Georgiens scheinen Schüsselrestaurants – Lokale, in denen sogenannte bowls mit viel Gemüse serviert werden – auf dem Vormarsch zu sein. Breitet sich außerdem das sogenannte Vertical Farming aus? In Berlin-Mitte gibt es das Fastfood-Lokal „Good Bank“, in dem der Salat direkt im Laden in Schränken wächst – mit einem aufwendigen Bewässerungs- und Beleuchtungssystem.

Reisen
Europas Kulturhauptstädte sind Maltas Hauptstadt Valletta und das niederländische Leeuwarden. Die Olympischen Winterspiele finden im südkoreanischen Pyeongchang statt und die Fußball-WM in Russland. Ob sich von diesen Vorgaben viele Leute bei ihren Reiseplänen 2018 inspirieren lassen? Die Macher vom „Lonely Planet“ setzten auf Platz eins ihrer Trendziele bei den Städten die spanische Metropole Sevilla. Als Land wurde Chile empfohlen. Auch der „Guardian“ setzte Chile auf seine sogenannte Holiday-Hotlist. Die „New York Times“ kürte traditionell „52 Places To Go“: Darunter befindet sich ebenfalls Sevilla, daneben Orte wie die US-Südstaaten-Metropole New Orleans, das marokkanische Tanger, die norditalienische Alpenregion Südtirol und der Vierwaldstätter See in der Schweiz. Größte Überraschung vielleicht: Auch Deutschland – genauer gesagt „die westlichen deutschen Bundesländer“ – werden empfohlen, weil es hier besonders fortschrittlich und mit „teutonischer Toleranz“ zugehe. (dpa/MJ)

Weitere Themen