Bier und Ordnung

Internationale Gäste: So denken Amerikaner über Deutsche

Die Reise-App Trip.com hat 500 Amerikaner zu ihrer Meinung über deutsches Essen, Deutschland als Reiseziel und Klischees befragt. Was die Menschen jenseits des Antlantiks über uns denken ist wirklich interessant.

Freitag, 23.06.2017, 10:10 Uhr, Autor: Markus Jergler
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So denken Amerikaner über Deutsche: Sie lieben Regeln und ihr Bier. (Foto: © DURIS Guillaume/fotolia)

Amerikaner mögen vor allem Kartoffel- und Wurstgerichte aus Deutschland, Gemüse hingegen vermissen sie in unseren heimischen Kochtöpfen. Deutschland ist besonders wegen der historischen Sehenswürdigkeiten und der schönen Natur ein attraktives Reiseziel. Spitzenreiter unter den deutschen Städten sind Berlin und München, aber auch  kleinere Städte abseits der Ballungszentren stehen bei amerikanischen Reisenden hoch im Kurs.

Kulinarische Export-Schlager aus Deutschland und europäische Highlights
Ganz weit oben auf dem Speiseplan der deutschen Gerichte steht das “German Schnitzel”. So gab etwa ein Viertel der befragten Amerikaner das panierte Stück Fleisch als deutsches Leibgericht an, gefolgt von Brezel mit Bier (17 Prozent) sowie Schwarzwälder Kirschtorte (rund 15 Prozent).  Die Berliner Currywurst ist hingegen mit nur drei Prozent eher unbeliebt. Einige deutsche Gerichte würden die befragten Amerikaner gern häufiger auf ihren Tellern sehen. Dazu zählen deutsche Wurst, deutsches Vollkornbrot sowie deutsches Bier. Grundsätzlich halten knapp 28 Prozent der befragten Amerikaner die deutsche Küche für sehr “traditionell” und “ursprünglich”. Außerdem werden deutsche Gerichte vor allem als “lecker”, “sättigend” und “sehr schwer” bezeichnet. Wenn sie etwas an den Gerichten der Deutschen ändern könnten, dann würden rund 50 Prozent der Befragten mehr Gemüse hinzufügen und das Essen mit Gewürzen geschmacklich verfeinern (20 Prozent).

Was die europäische Küche angeht mögen es die Befragten gerne mediterran. So steht die italienische Küche mit großem Abstand an der Spitze: 54 Prozent der befragten Amerikaner lieben Pizza, Pasta und Eiscreme aus Bella Italia. Auch die griechische und französische Küche (jeweils 9 Prozent und 8 Prozent) kommt vergleichsweise noch gut an. Trotz des “German Schnitzel” kommt die deutsche mit rund 4 Prozent unter den beliebtesten europäischen Küchen nicht gut weg. Nur die Briten schneiden noch schlechter ab. Grundsätzlich ist der durchschnittliche Amerikaner aber nicht besonders experimentierfreudig in Bezug auf neue Speisen: 16 Prozent geben an, dass ihnen Hamburger, Pommes frites und gegrillter Käse am besten schmecken.

Zu Besuch in Deutschland: Berlin, Bier und Ordnung muss sein!
Noch interessanter als deutsches Essen finden sie allerdings die deutsche Geschichte und Natur: 60 Prozent möchten bei einem Deutschland-Trip die historischen Stätten sehen und knapp ein Viertel zieht es raus ins Grüne. Besonders beliebte Reiseziele sind Berlin und München. Aber auch kleinere Städte sind für 14 Prozent der Befragten eine Reise wert.

Knapp 60 Prozent der Befragten waren allerdings noch nie in Deutschland, 16 Prozent wollen aber unbedingt einmal dorthin reisen. Befragt nach den Klischees über das Land der Dichter und Denker, sagten 28 Prozent der Befragten, dass die Deutschen Regeln, Organisation und Bier lieben. Ebenso seien sie sehr direkt (13 Prozent) und manchmal kalt bzw. distanziert (7 Prozent). 12 Prozent der befragten Amerikaner gaben aber an, dass sie keinem der gängigen Klischees über Deutsche zustimmen. (MJ)

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