Umfrage

Wünsche von Tourismus-Veranstaltern und Reisenden in Corona-Zeiten

Um die Bedürfnisse ihrer B2B-Partner und von Reisenden in Corona-Zeiten besser zu verstehen, hat die Best Western Hotelgroup eine Kundenumfrage gestartet. Ergebnis: Vor allem längere Stornierungsfristen punkten bei touristischen Veranstaltern.

Montag, 13.07.2020, 11:55 Uhr, Autor: Kristina Presser
Fedback-Konzept

Die BWH Hotel Group Central Europe hat eine Umfrage unter ihren B2B-Partnern gestartet, um mehr über ihre Bedürfnisse und denen von Reisenden nach dem Lockdown zu erfahren. (Foto: ©Song_about_summer/stock.adobe.com)

Welche Anforderungen gelten in Corona-Zeiten künftig für das Veranstaltergeschäft und den touristischen Gruppenreisemarkt? Um dies beantworten und folglich auch neue Vermarktungsmaßnahmen ergreifen zu können, hat die BWH Hotel Group Central Europe GmbH im Juni 2020 eine Online-Kundenumfrage gestartet. Befragt wurden dafür die B2B-Partner der Hotelgruppe im Bereich Leisure, Gruppen- wie auch Individualreiseveranstalter. Aktuell gehören rund 300 individuell geführte Hotels in zehn Ländern zur BWH Hotel Group Central Europe GmbH.

Ergebnisse der Umfrage:

Längere Stornierungsfristen und Sicherheitsmaßnahmen gewünscht
Geht es um die Kriterien der Hotelwahl, zeigt sich in der Umfrage ein eindeutiges Bild: 92 Prozent der befragten Leisure-Veranstalter stimmen darin überein, dass längere Stornierungsfristen derzeit bei der Hotelwahl besonders wichtig sind. Rund 72 Prozent bewerten zusätzliche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen der Hotels als besonders wichtige Faktoren. 41,3 Prozent gaben an, dass zusätzliche Rahmenprogramme bei der Hotelwahl wichtig sind.

Restart: Wann geht das Urlaubsveranstaltergeschäft wieder los?
Auf die Frage, wann die Gruppen- und Individualreiseveranstalter damit rechnen, wieder touristische Reisen durchführen zu können, sagen derzeit 39,4 Prozent der befragten Unternehmen, dass dies ab sofort möglich ist. 26,3 Prozent rechnen damit ab dem dritten Quartal des laufenden Jahres und rund 16 Prozent der Veranstalter gehen davon aus, dass sie erst wieder ab Anfang 2021 touristische Reisen durchführen werden.

Preiserhöhung nachvollziehbar

Diagramm zur Preissteigerung in der Hotellerie, Umfrage der BWH Hotel Group Central Europe GmbH
Diagramm zur Online-Kundenumfrage der BWH Hotel Group. (Foto: ©BWH Hotel Group Central Europe GmbH)

Rund zwei Drittel der touristischen Vertriebspartner zeigen bei Preissteigerungen aufgrund erhöhter Sicherheitsstandards Verständnis: 63,4 Prozent der befragten touristischen Partnerunternehmen sind laut der Umfrage bei gestiegenen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen im Hotel mit einer Preissteigerung einverstanden. Davon sind 45,1 Prozent der Unternehmen bereit, einen höheren Preis von 2 bis 5 Prozent zu zahlen, 18,3 Prozent der Firmen würden sogar eine Preissteigerung von 5 bis 10 Prozent akzeptieren. Für nur 36,6 Prozent der Veranstalter rechtfertigen höhere Hygienemaßnahmen im Hotel keine Preissteigerung.

Welche Themenreisen sind gefragt?
Gefragt wurde außerdem nach relevanten Themenreisen in der aktuellen Situation. Das Ergebnis: Städtereisen und Landhotellerie wurden jeweils mit 69,4 Prozent als relevant eingestuft. An zweiter Stelle steht das Thema Aktivurlaub (Fahrrad, Wandern etc.) – 58,3 Prozent der Veranstalter halten dies für relevant. Unverändert bleibt auch das Thema Weihnachts- und Silvesterreisen mit 51,4 Prozent ein nachgefragtes Reisethema bei den Veranstaltern.

Busreisen & Co: Welche Gruppengrößen werden kommen?
Die Corona-Krise hat insbesondere auch Auswirkungen auf die Anzahl von Teilnehmern bei Reisen und Gruppengrößen, da dies nach wie vor einer der heikelsten Faktoren bei Reisen ist. So wurden ausschließlich die Gruppenreiseveranstalter danach befragt, ob künftige Reisen mit weniger Teilnehmern stattfinden werden und welche Gruppengrößen realisierbar sind. Die Mehrheit der befragten Gruppenreiseveranstalter, 41,7 Prozent, geht davon aus, Reisen mit 20 bis 25 Personen durchzuführen. Jeweils rund ein Drittel der Befragten plant Reisen mit 15 bis 20 Personen sowie 25 bis 30 Personen. Nur 6,7 Prozent gehen davon aus, dass künftige Gruppenreisen 40 bis 45 Teilnehmer haben werden.
(BWH/KP)

 

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