So machen Sie es richtig

Schädlingsbekämpfung: Keine Chance für Ungeziefer!

Mehl- und Dörrobstmotten, Mäuse, Ratten und Kakerlaken: Die Liste an ungebetenen Gästen in der Gastronomieküche ist lang. Wer als Gastronom Schädlingen Hausverbot erteilen will, sollte diese 5 Tipps beachten.

Dienstag, 02.05.2017, 15:25 Uhr, Autor: Felix Lauther
Tote Kakerlake auf dem Boden

Schädlingsbekämpfung ist ein wichtiger Bestandteil von Hygienekonzepten in der Gastro-Branche. (© kozorog / fotolia)

Gastronomen müssen täglich Maßnahmen ergreifen, mit denen sie den Schädlingsbefall vermeiden, frühzeitig erkennen und bekämpfen.

Wer die ungebetenen Gäste im Küchen- und Lagerbereich langfristig aussperren will, muss bereits bei der Wareneingangskontrolle ein wachsames Auge haben. Mit diesen 5 Tipps zur effektiven Schädlingsvermeidung und -bekämpfung, bleibt jede Küche frei von Ratten, Mäusen, Kakerlaken und Co.:

Reinigungsplan
Legen Sie im Reinigungsplan fest, welche Reinigungsbereiche (z. B. Türen, Arbeitsflächen, Kühlschränke) wie häufig (z. B. täglich, wöchentlich, monatlich) sauber gemacht werden müssen. Der Reinigungsplan sollte in jedem Betriebsraum ihrer Gastronomie aushängen.

Wareneingangskontrolle
Überprüfen Sie bei der Wareneingangskontrolle stichprobenartig die angelieferten Waren auf ihre Optik, Frische und Verpackung. Gastronomen sollten diese Kontrollen immer dokumentieren. Vermerken Sie ihre Beobachtungen auf den Begleitpapieren (Lieferschein oder Rechnung). Bei der Wareneingangskontrolle achten Sie auf folgende Punkte:

– Zustand des Transportfahrzeuges

– Zustand der Verpackung

– Einhaltung der vorgeschriebenen Temperaturen

– Haltbarkeit der Ware

– Sensorik der Ware (Geruch, Aussehen etc.)

– Ordnungsgemäße Kennzeichnung

Temperaturkontrolle
Weisen leicht verderbliche Waren wie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch oder Molkereiprodukte auffallende optische Veränderungen auf oder riechen ungewöhnlich, sollten Gastronomen die Ware zurückschicken. Wird die Lagertemperatur von tiefkühlpflichtigen Lebensmitteln nicht eingehalten, ist die mikrobiologische Qualität gefährdet. Daraus kann sowohl eine Gesundheitsgefahr für Ihre Gäste als auch ein Schädlingsproblem entstehen.

Schädlingsbekämpfung
Schädlinge können nur dann die Lebensmittel erfolgreich befallen, wenn sich keiner im Betrieb die Ware anschaut. Aus diesem Grund sollten Gastronomen und deren Mitarbeiter die Schädlingskontrolle regelmäßig (1 Mal pro Quartal) durchführen und dokumentieren.

Personalschulung
Alle Mitarbeiter, die in Ihrem Betrieb mit Lebensmittel in Berührung kommen, müssen wissen, womit sie es zu tun haben. Schulen Sie daher Ihr Personal in allen relevanten Fragen zur Lebensmittelsicherheit und überwachen Sie die Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften.

Eine besonders einfache und effektive Präventionsmaßnahme sind Fliegengitter an allen Küchenfenstern. Fliegenfallen mit UVA-Licht, Lockstofffallen gegen Motten sowie Köder- und Detektionsboxen ergänzen den Kampf gegen Ungeziefer. Aber Vorsicht! Auch Köderboxen und andere Fallen haben Verfallsdaten. Gastronomen und deren Mitarbeiter sollten daher auch die Wirksamkeit der Fallen kontrollieren.

Schädlingsbekämpfung durch Fachkräfte
Hat der Schädling trotz allen vorbeugenden Maßnahmen die Küche oder das Lager infiltriert, kümmern sich professionelle Schädlingsbekämpfer um das Ungeziefer. Gemeinsam mit dem Gastronom legen sie einen Behandlungsplan der befallenen Stellen im jeweiligen Betrieb fest. Unternehmen wie Rentokil, Protec oder Apex etc. haben sich auf die fachmännische Entfernung von Schädlingen in der Gastronomie spezialisiert. Diese Firmen bieten Gastronomen, Hoteliers und Catering-Betrieben auch Beratungsgespräche vor Ort an, um ein präventives Hygienekonzept gemeinsam zu erstellen. (FL)

 

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