Ratgeber

Was man tun kann, wenn der Kollege „innerlich“ gekündigt hat

Was eine ordentliche Kündigung ist, wissen wohl alle, die sich in der Arbeitswelt bewegen. Doch es gibt auch eine Vorstufe der Kündigung, die man nicht so leicht bemerkt. So erkennt man, dass der Kollege Hilfe braucht…

Donnerstag, 31.01.2019, 14:00 Uhr, Autor: Thomas Hack
Koch mit Kopfschmerzen

Dein Kollege mault unentwegt vor sich hin und klagt über den eigenen Betrieb? Dann könnte er bereits „innerlich“ gekündigt haben. (© Brad Pict/Aaron Amat/Fotolia)

Was ist eine innerliche Kündigung? Salopp ausgedrückt: jemand hat „innerlich gekündigt“, wenn er mehr Frust als Lust in seinen Job verspürt, aber immer noch widerwillig am Arbeitsplatz erscheint – vielleicht weil er noch keinen anderen Job gefunden hat.

Welche Gründe könnte mein Kollege haben, innerlich zu kündigen?

  • Dein Kollege ist völlig überarbeitet und packt den Stress nicht mehr
  • Dein Kollege empfindet den Chef als zu ungerecht oder streng
  • Dein Kollege langweilt sich mit seinen Tätigkeiten
  • Dein Kollege wird von einem anderen Mitarbeiter gemobbt
  • Dein Kollege hat ein privates Problem, das er mit sich rumschleppt
  • Dein Kollege denkt unentwegt, er könnte seine Stelle im Betrieb wieder verlieren

Wie erkenne ich, dass der Kollege an eine innere Kündigung denkt?

  • Dein Kollege mault unentwegt vor sich hin und klagt über den eigenen Betrieb
  • Dein Kollege verrichtet nur die allernotwendigsten Tätigkeiten
  • Dein Kollege liegt ständig mit einer „Magen-Darm-Geschichte“ zuhause im Bett
  • Dein Kollege hängt sich nicht mehr wirklich rein und glänzt auch nicht mit eigenen Ideen
  • Dein Kollege diskutiert nicht, sondern macht wie eine Maschine einfach das, was man ihm sagt

Was kann ich für meinen Kollegen tun, damit es ihm besser geht?

  • Du kannst mit deinem Kollegen über seinen Job reden und mit ihm zusammen ein ganz persönliches Konzept ausarbeiten
  • Du kannst dafür sorgen, dass ihm mehr Verantwortung übertragen wird und ihm neue Tätigkeiten zugewiesen werden
  • Du kannst einschreiten, sobald du merkst, dass dein Kollege von anderen gemobbt wird
  • Du kannst deinem Kollegen immer wieder positive Worte zusprechen, wenn er seinen Job am Ende des Tages gut gemacht hat
  • Du kannst mit deinem Kollegen nach Feierabend einfach mal zwanglos ein Bier trinken gehen

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