Arbeitszeitenregelung

Sternerestaurant schließt wochenends zugunsten Mitarbeiter

Klaus Erfort
Klaus Erfort hat die Öffnungszeiten seines 3-Sterne-Restaurants angepasst und schließt nun samstags zugunsten seiner Mitarbeiter. (Foto: ©Gourmet Connection/GästeHaus Klaus Erfort)
Es ist eine kleine Revolution in der Spitzengastronomie: Um seinen bestehenden und künftigen Mitarbeitern ein attraktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen, bleibt das GästeHaus Klaus Erfort jetzt samstags zu.
Donnerstag, 13.02.2020, 09:09 Uhr, Autor: Kristina Presser

Seit Beginn des Jahres hat das GästeHaus Klaus Erfort am Wochenende geschlossen. Wie das mit drei Michelin-Sternen und 19,5 Punkten im Gault Millau ausgezeichnete Restaurant in Saarbrücken jetzt offiziell mitteilte, sei man zu einer Fünf-Tage-Woche von Monatg bis Freitag (ab 12 Uhr und ab 19 Uhr) übergegangen. Der Samstagsbetrieb wurde demnach eingestellt. Mit den neuen Öffnungszeiten will der Spitzenkoch einerseits seinem bestehenden Team ein attraktiveres Arbeitsumfeld bieten, andererseits das Restaurant in Zeiten des Fachkräftemangels interessanter für neue Mitarbeiter machen.

„Mir war es wichtig, meinen Mitarbeitern einen Rahmen zu schaffen, in dem sie Familie und Beruf besser in Einklang bringen können“, begründet Klaus Erfort seine Entscheidung. Sorgen um finanzielle Verluste oder das Ausbleiben von Gästen macht er sich nicht. „Ich denke, unsere Gäste werden die neuen Öffnungszeiten gut annehmen und diesen Schritt nachvollziehen können. Außerdem heben wir uns von anderen Spitzenrestaurants in der Umgebung ab, indem wir nun auch montags geöffnet haben.“

Von wenigen Ausnahmen abgesehen kann sich das Team des Sternegastronomen fortan also über freie Wochenenden freuen. Der Samstag ist auf individuelle Anfrage für exklusive Veranstaltungen buchbar. „Durch die neuen Öffnungszeiten bekommen wir sehr viel Lebensqualität geschenkt“, freut sich auch Christian Heilemann, Restaurantleiter und Sommelier im GästeHaus Klaus Erfort. „Wir leisten die gleiche Anzahl an Stunden, haben aber deutlich mehr von unserer Freizeit, weil wir nun auch frei haben, wenn es andere haben.“
(Gourmet Connection/KP)

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