Gastgewerbe & Politik

McDonald’s kritisiert Flüchtlingspolitik

McDonald’s-Chef Holger Beeck beklagt den derzeitigen Umgang mit Flüchtlingen: Obwohl diese im Gastgewerbe dringend gebraucht werden, würden auch gut integrierte Menschen abgeschoben werden.

Montag, 10.02.2020, 09:44 Uhr, Autor: Thomas Hack
Das Logo von McDonald's

Zahlreiche Flüchtlinge haben bei McDonald’s Deutsch gelernt und eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhalten – so McDonald’s-Chef Holger Beeck. (© charnsitr/stock.adobe.com)

Holger Beeck, Chef von McDonald’s Deutschland, hat die unklaren Perspektiven von Flüchtlingen hierzulande kritisiert. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Beeck, sein Unternehmen habe seit 2015 mehr als 5.000 Flüchtlinge eingestellt. „Das sind Menschen, die zu uns kommen, weitgehend ohne Qualifikation und ohne Sprachkenntnis, aber mit dem festen Willen, ihren Unterhalt allein zu bestreiten.“ Sie hätten bei McDonald’s Deutsch gelernt und eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhalten, dürften dann oftmals aber trotzdem nicht im Land bleiben, sagte Beeck: „Das Schlimmste ist für mich, wenn dann gut integrierte Menschen wieder abgeschoben werden. So etwas werde ich nie begreifen! Da rede ich jetzt nicht als McDonald’s-Chef, sondern als Mensch Holger Beeck.“

Hoher Personalbedarf trotz Digitalisierung

Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung auch seiner Restaurants betonte der Manager, dass sich Arbeit zwar verlagern werde. „Aber ich denke nicht, dass der Personalbedarf bei uns dadurch signifikant sinkt.“ Kunden nutzten beispielsweise Bestellterminals in Restaurants, um Menüs individueller zu gestalten. Diese müssten dann von Mitarbeitern zusammengestellt werden. „Da funktioniert ein Restaurant eben anders als eine Autofabrik, das ist kein Fließband bei uns“, so Beeck. Derzeit arbeiten mehr als 60.000 Menschen in Deutschland bei McDonald’s. (ots/TH)

 

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