Stellenmarkt

Laut AMS kein Fachkräftemangel in Österreich

Aus der Tourismusbranche hört man seit langem ein Klagen über den Mangel an Fachkräften. Köche und Kellner seien knapp und offene Stellen nicht zu besetzen. Der Arbeitsmarktservice (AMS) belegt jedoch etwas anderes.

Montag, 02.01.2017, 15:27 Uhr, Autor: Markus Jergler
Frau hält zwei Teller mit Essen in der Hand

Die Gastronomie ist nicht länger eine Männerdomäne (Foto: © JackF / fotolia)

In einem Interview mit Kurier.at hörte man NEOS-Mandatar Sepp Schellhorn wehklagen: „Hier am Mönchsberg suchen wir seit sechs Monaten einen zweiten Küchenchef. Wir inserieren und finden keinen.“ Für eine 40 Stunden-Woche, als Küchenchef für die er 4.500 Euro anbiete und dazu auch einen Überstundenzuschlag, finde er keinerlei Personal.

Kellner und Köche sind keine Mangelberufe
Eine AMS-Auswertung für den Standard widerlegt nun jedoch das Klagen der Gastronomie. Das Sozialministerium entschied erst vor kurzem, dass Köche und Kellner nicht in die Liste der Mangelberufe mitaufgenommen werden. Der Aufschrei war groß, schließlich suche man vielerorts händeringend nach Fachkräften. Im November vergangenen Jahres wurden laut AMS 1.369 Kellner und 1.393 Köche in ganz Österreich gesucht. Auf der anderen Seite standen 5.806 arbeitssuchende Kellner und 2.985 Köche. Es gibt also für sämtliche österreichischen Bundesländer, auch für die vom Wintertourismus abhängigen, genug Kellner. Lediglich bei den Köchen gibt es in Salzburg und in Tirol mehr offene Stellen als Jobsuchende. (kurier.at / MJ)

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