Corona-Krise

Gastgewerbe fürchtet um Fachkräfte

Bereits vor der Corona-Krise wurde der Fachkräftemangel im Gastgewerbe immer wieder thematisiert. Nun hat sich die Situation deutlich verschärft. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges warnt vor weiteren Abwanderungen, sollte die Betriebe nicht bald öffnen dürfen.

Dienstag, 04.05.2021, 15:41 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Ingrid Hartges

Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges: „Hoteliers berichten bereits von Abwerbungen aus dem Ausland.“ (Foto: © Dehoga)

Hotels und Gaststätten haben nach Branchenangaben wachsende Schwierigkeiten, ihre Fachkräfte zu halten. Bis Februar sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Betrieben um 129.500 gesunken, erklärte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Ingrid Hartges, gegenüber RTL/ntv. Damit wäre knapp jeder achte Arbeitsplatz verloren gegangen. Sie warnte vor einer Abwanderung, wenn Betriebe in Deutschland weiter nicht öffnen dürften, dafür aber in anderen EU Ländern. „Hoteliers berichten bereits von Abwerbungen aus dem Ausland“, sagte Hartges.

Die Fachkräftesicherung war schon vor der Corona-Krise ein wichtiges Thema für die Branche, in der die Einkommen der Beschäftigten vergleichsweise gering sind. Mehr als 30 Prozent der Beschäftigten kamen damals aus dem Ausland.

(dpa/NZ)

 

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