Talent Gateway stärkt Ausbildung im Gastgewerbe
Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali Radovan, hat sich bei einem Besuch in Kenia über das Projekt „Talent Gateway“ informiert. Die Initiative wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt und gemeinsam mit der Berufsschule Erding sowie Dehoga Bayern realisiert. Ziel ist es, internationale Nachwuchskräfte mit Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland zu verbinden.
Einblick vor Ort in Ausbildung und Projektstruktur
Im Rahmen ihrer Delegationsreise stellte sich das Projekt an der Schule Kiambu National Polytechnic (KINAP) vor. Dort konnte die Ministerin verschiedene Ausbildungsstationen besichtigen und sich ein Bild von den praxisnahen Lerninhalten machen.
In Gesprächen mit den Auszubildenden erhielt sie zudem vertiefte Einblicke in die Struktur des Projekts sowie in die Motivation der Teilnehmer. Dabei wurde deutlich, mit welchem Engagement die jungen Menschen aus Kenia ihre berufliche Zukunft planen.
Die Ministerin betonte, dass solche Initiativen für beide Seiten Vorteile bringen: Sie helfen Betrieben, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen, und eröffnen gleichzeitig jungen Menschen neue Perspektiven.
Bedeutung verlässlicher Partnerschaften
Besonders hob Alabali Radovan die Rolle der beteiligten Partner hervor. Ohne das Zusammenspiel von Organisationen, Betrieben und Institutionen seien Projekte dieser Art nicht umsetzbar. Diese Kooperationen würden die Brücken zwischen den Ländern bauen und langfristig stärken.
Perspektive für ganz Deutschland
Darüber hinaus äußerte die Ministerin den Wunsch, Programme wie Talent Gateway künftig auszuweiten. Ziel sei es, nicht nur in Bayern, sondern bundesweit jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen. Solche Modelle könnten einen wichtigen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel strukturiert zu begegnen.
Internationale Fachkräfte prägen die Branche
Das Projekt wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ Kenia) finanziert und koordiniert. Sie sorgt dafür, dass die verschiedenen Prozesse und Partner ineinandergreifen.
Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt die Entwicklung im Gastgewerbe: In Bayern absolvieren derzeit 11.242 junge Menschen eine Ausbildung in der Branche, rund 40 % davon kommen aus dem Ausland. Bundesweit liegt der Anteil internationaler Mitarbeiter im Gastgewerbe bei etwa 40 bis 50 %.
Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung internationaler Talente für die Zukunft der Branche. Projekte wie Talent Gateway setzen genau hier an, indem sie Perspektiven für Nachwuchskräfte schaffen und gleichzeitig Betrieben helfen, ihren Personalbedarf zu decken.
(Dehoga Bayern/ SAHO)