Kenia-Projekt

Talent Gateway stärkt Ausbildung im Gastgewerbe

John K. Tuwei, Director International Projects State Department TVET, Sebastian Groth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kenia, Samuel Waititu, Chief Principal, The Kiambu National Polytechnic (KINAP), Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Catherine Karanja, Geschäftsführerin Berufsbildung und Fachkräftesicherung, Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, künftige Auszubildende.
V.l. John K. Tuwei, Director International Projects State Department TVET, Sebastian Groth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kenia, Samuel Waititu, Chief Principal, The Kiambu National Polytechnic (KINAP), Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Catherine Karanja, Geschäftsführerin Berufsbildung und Fachkräftesicherung, Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, künftige Auszubildende. (Foto: © GIZ Kenia)
Reem Alabali Radovan, die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich in Kenia über das Projekt Talent Gateway informiert. Die Initiative verknüpft Nachwuchskräfte mit Ausbildungsplätzen in Deutschland und soll perspektivisch ausgeweitet werden.
Donnerstag, 30.04.2026, 11:24 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali Radovan, hat sich bei einem Besuch in Kenia über das Projekt „Talent Gateway“ informiert. Die Initiative wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt und gemeinsam mit der Berufsschule Erding sowie Dehoga Bayern realisiert. Ziel ist es, internationale Nachwuchskräfte mit Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland zu verbinden.

Einblick vor Ort in Ausbildung und Projektstruktur

Im Rahmen ihrer Delegationsreise stellte sich das Projekt an der Schule Kiambu National Polytechnic (KINAP) vor. Dort konnte die Ministerin verschiedene Ausbildungsstationen besichtigen und sich ein Bild von den praxisnahen Lerninhalten machen.

In Gesprächen mit den Auszubildenden erhielt sie zudem vertiefte Einblicke in die Struktur des Projekts sowie in die Motivation der Teilnehmer. Dabei wurde deutlich, mit welchem Engagement die jungen Menschen aus Kenia ihre berufliche Zukunft planen.

Die Ministerin betonte, dass solche Initiativen für beide Seiten Vorteile bringen: Sie helfen Betrieben, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen, und eröffnen gleichzeitig jungen Menschen neue Perspektiven.

Bedeutung verlässlicher Partnerschaften

Besonders hob Alabali Radovan die Rolle der beteiligten Partner hervor. Ohne das Zusammenspiel von Organisationen, Betrieben und Institutionen seien Projekte dieser Art nicht umsetzbar. Diese Kooperationen würden die Brücken zwischen den Ländern bauen und langfristig stärken.

Perspektive für ganz Deutschland

Darüber hinaus äußerte die Ministerin den Wunsch, Programme wie Talent Gateway künftig auszuweiten. Ziel sei es, nicht nur in Bayern, sondern bundesweit jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen. Solche Modelle könnten einen wichtigen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel strukturiert zu begegnen.

Internationale Fachkräfte prägen die Branche

Das Projekt wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ Kenia) finanziert und koordiniert. Sie sorgt dafür, dass die verschiedenen Prozesse und Partner ineinandergreifen.

Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt die Entwicklung im Gastgewerbe: In Bayern absolvieren derzeit 11.242 junge Menschen eine Ausbildung in der Branche, rund 40 % davon kommen aus dem Ausland. Bundesweit liegt der Anteil internationaler Mitarbeiter im Gastgewerbe bei etwa 40 bis 50 %.

Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung internationaler Talente für die Zukunft der Branche. Projekte wie Talent Gateway setzen genau hier an, indem sie Perspektiven für Nachwuchskräfte schaffen und gleichzeitig Betrieben helfen, ihren Personalbedarf zu decken.

(Dehoga Bayern/ SAHO)

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