Nachwuchswettbewerb

Jungköche scheitern an Hanfsamen

Am Wochenende ging es für den Küchennachwuchs auf die kulinarische Zielgerade, denn in Frankfurt fand das Finale des Rudolf-Achenbach-Preises statt. Hierbei galt es zahlreiche Hindernisse zu überwinden.

Montag, 23.04.2018, 10:02 Uhr, Autor: Thomas Hack
Drei junge Köche kochen unter der Anleitung ihres Ausbilders

Für viele deutsche Jungköche ist der Rudolf-Achenbach-Preis eine schöne Möglichkeit, ihre Ausbildungskenntnisse zu erweitern. (Symbolbild ©goodluz/Fotolia)

Wie das Onlineportal der Frankfurter Rundschau berichtete, ging es am Wochenende für neun Nachwuchsköche nicht nur um die gute alte „Wurst“: Aus dem ganzen Lande waren motivierte Jungköche in das Frankfurter Best Western Hotel gekommen, um der renommierten Jury ihre Künste im Braten, Backen und Improvisieren zu demonstrieren. Der Wettbewerb rund um den Rudolf-Achenbach-Preis ist sicherlich einer der angesehensten des Landes, an welchem auch viele junge Köche und Köchinnen teilnehmen, die derzeitig noch in der Ausbildung sind.

Neben Optik und Geschmack zählen auch Sauberkeit und Nachhaltigkeit
Der Frankfurter Küchenchef Nils-Levent-Grün erläuterte dem Bericht zufolge, dass sich die Mitbewerber bereits bei einem Vorentscheid qualifiziert haben müssen. „Deshalb sind die Teilnehmer eigentlich alle schon Gewinner, sie sind die besten ihrer Region!“ hat er gegenüber fr.de verlauten lassen. Die Jury-Mitglieder würden dabei die Sauberkeit in der Küche, die ökonomische Nutzung der Lebensmittel, den Geschmack und die visuelle Präsentation der zubereiteten Vier-Gänge-Menüs  bewerten. Verpflichtende Zutaten seien Kalbfleisch, Garnelen, Spinatblätter, Eier und weiße Schokolade gewesen.

Hanf ist bei Jungköchen noch wenig bekannt
Am Vortag des eigentlichen Kochevents hätten die Kandidaten die Aufgabe gehabt, Zutaten zu erkennen und richtig einzuordnen. Küchenchef Grün erläuterte in diesem Zusammenhang, dass die meisten der Bewerber an den Hanfsamen und der Guave gescheitert seien.

Dieser Wettbewerb soll jungen Köchen, die kurz vor der Gesellenprüfung stehen, dabei helfen, ihre spätere Prüfung besser zu bestehen. Teilnehmer Fabian Babatz hatte dem Bericht zufolge erläutert: „Es ist der wichtigste Preis für junge Köche.“ Auch Jurymitglied Burkhard Weizsäcker sieht die momentane Lage der Branche relativ positiv, insbesondere was das Berufsbild des Kochs im Allgemeinen anbelangt. Ihmzufolge würden sich durch die populären Fernsehköche wieder sehr viel mehr Kandidaten für diesen Beruf begeistern.

Den Rudolf-Achenbach-Preis hat nach Angaben des Veranstalters dieses Jahr zum ersten Mal ein Nachwuchstalent aus Sachsen gewonnen, Hanna Lehmann, die im Chemnitzer Restaurant La Bouchée ihre Ausbildung macht. Den zweiten Platz erreichte Lukas Marx vom Hamburger Hotel Atlantic Kempinski, dicht gefolgt von Felix Herp von der Burg Staufeneck in Salach. (www.fr.de/achenbach.com/TH)

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