Nachbericht

ElevatrFellowship 2026: Kick-off in München und am Spitzingsee

Teilnehmer beim Warm-up des elevatrFellowships 2026 in der W XYZ Bar im Aloft Munich, Networking in Bar-Atmosphäre.
Warm-up zum Start des elevatrFellowships 2026: Beim Get-together in der W XYZ Bar im Aloft Munich kamen die Fellows erstmals zusammen. (Foto: © HOGAPAGE/SAHO)
Zwei Tage voller Austausch und Impulse: Etwa 45 Nachwuchsführungskräfte trafen sich zum Start des fünfmonatigen Weiterentwicklungsprogramms. HOGAPAGE war dabei und hat die wichtigsten Eindrücke zusammengefasst.
Freitag, 30.01.2026, 08:11 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Unter dem Motto „Connect. Learn. Grow.“ startete am 28. und 29. Januar das elevatrFellowship 2026 in eine neue Runde. Zum zweitägigen Kick-off kamen rund 45 Fellows zusammen – Nachwuchsführungskräfte aus verschiedenen Disziplinen und Segmenten der Hotellerie.

Schon zu Beginn war spürbar: Hier ging es weniger um Standards und mehr um Haltung. Elevatr Co-Founderin Laura Schmidt machte deutlich, dass das Fellowship die Fellows ermutigen will, Dinge anders zu denken, Routinen zu hinterfragen und gemeinsam ein Mindset zu entwickeln, um die Branche weiterzubringen. Frei von Konkurrenzdenken, dafür mit dem klaren Ziel, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken. 

Auftakt in München: Warm-up in der W XYZ Bar

Los ging es am 28. Januar 2026 mit einem Warm-up im Aloft Munich in der W XYZ Bar. In lockerer Atmosphäre standen zunächst das Kennenlernen und das erste Vernetzen im Mittelpunkt. Besonders deutlich wurde dabei, was den Auftakt prägen sollte: Lust auf intensiven Austausch, neue Perspektiven und ein gemeinsames Verständnis davon, wie Zukunft in der Hospitality entstehen kann – durch Begegnung, Offenheit und Mut zum Weiterdenken. 

Mentoren und Unterstützer: Erfahrung trifft Nachwuchsführungskräfte

Ein zentraler Programmpunkt des ersten Abends war die Vorstellung der Mentoren und Supporter, die die Fellows in den kommenden Monaten begleiten. Viele von ihnen betonten, wie wichtig ihnen der direkte Austausch mit jungen Talenten ist und wie sehr die Branche davon lebt, Wissen zu teilen und Beziehungen aufzubauen.

So gaben Karl-Heinz Pawlizki und Lucas Q. Labbow (Arabella Hospitality) Einblicke in ihr Unternehmen mit 16 Hotels und weiterem Wachstum. Sie sehen großes Potenzial in der Hospitality und schätzen besonders den Dialog mit Nachwuchsführungskräften sowie den Austausch unter den Mentoren. 

Sabrina Westphälinger und Anne Wahl-Pozeg (Accor) beschrieben das Fellowship als tolle Möglichkeit, um Kommunikation und Nähe in einem internationalen Umfeld erlebbar zu machen. Accor vereint über 45 Marken – umso wertvoller sei es, in einem solchen Rahmen mit Führungskräften und Talenten direkt in Kontakt zu kommen. 

Auch Erik Florvaag und Arnulf Daxer (The Chocolate on the Pillow Group) unterstrichen, wie zentral Mitarbeiter für die Zukunftsfähigkeit der Branche sind. Ihr Unternehmen betreibt 28 Häuser, unter anderem auch im Franchise-Umfeld. Der Blick nach vorn sei klar: Prozesse und Strukturen seien wichtig, aber die Menschen blieben der entscheidende Faktor. „Das ist die schönste Branche, die man sich nur vorstellen kann“, hieß es in der Runde – verbunden mit echter Vorfreude auf den Austausch mit den Fellows. 

Weitere Mentoren wie Hendrik Scharnke (Konen & Lorenzen), Thies Sponholz (The Fontenay) oder Wolfgang Greiner (Althoff Collection) machten deutlich, dass Führung in der Hospitality primär eines ist: Beziehungsarbeit. Ehrlichkeit, Respekt und Authentizität seien entscheidend in der Branche, die so stark vom Miteinander lebt. 

Virtuelle Grüße kamen zudem von Katharina Darisse (Fair Job Hotels) und Stefanie Brandes (Dorint). Ihre Botschaft: mutig sein, sich begegnen, Erfahrungen teilen und die Branche nicht nur beobachten, sondern aktiv gestalten. 

Kreativer Einstieg: Drei Legosteine, drei Fragen

Damit aus einem Netzwerk schnell eine Community werden konnte, startete der Abend mit einer ungewöhnlichen Kennenlernaufgabe. Jeder Fellow wählte drei Legosteine aus und beantwortete damit drei Fragen/Aufgaben:

  • „Wer bin ich?“,
  • „Was ist meine Verbindung zu elevatr?“ und
  • ein Fun Fact.

Was simpel klingt, entfaltete sofort Wirkung: Die Vorstellungsrunde wurde persönlich, nahbar und oft überraschend. So war der erste Grundstein für Gespräche auf Augenhöhe gelegt. 

Busfahrt an den Spitzingsee: Kommunikation als Erfolgsfaktor

Am Abend ging es gemeinsam per Shuttle weiter vom Hotel in München ins Arabella Alpenhotel am Spitzingsee. Auch diese Zeit wurde genutzt: Laura Schmidt moderierte als „Reiseleitung“, während Anne Wahl-Pozeg (Accor) noch einmal das Thema interne Kommunikation aufgriff.

Dabei ging es um eine zentrale Frage: Wie kommuniziert man so, dass wirklich alle abgeholt werden – unabhängig von Rolle, Standort oder Erfahrung? Als Erfolgsfaktoren nannte sie unter anderem: Inhalte verständlich aufzubereiten, den passenden Kanal zu wählen, die Zielgruppe richtig einzuschätzen und Informationen sowohl in Kurz- als auch in Langfassung bereitzustellen. Kommunikation müsse nicht sparsam sein, sondern wirksam: „Mehr ist mehr.“ 

Abendessen in der Spitzingalm: Austausch in gemütlicher Atmosphäre

Am Spitzingsee angekommen, stand das persönliche Kennenlernen weiter im Mittelpunkt. In der Spitzingalm wurde gemeinsam gegessen – begleitet von bayerischer Live-Musik. Auf den Tischen standen Brotzeitplatten, zum Nachtisch gab es Kaiserschmarrn.

Gäste beim gemeinsamen Abendessen in der Spitzingalm mit Live-Musik, Tische im Gastraum und geselliges Beisammensein.
Gemeinsames Abendessen in der Spitzingalm: In gemütlicher Atmosphäre mit Live-Musik wurde der Austausch am ersten Abend fortgesetzt. (Foto: © HOGAPAGE/SAHO)

Die Atmosphäre war gemütlich und entspannt, und genau das machte den Abend so wertvoll: viel Zeit für Gespräche, neue Kontakte und ehrlichen Austausch – ohne Zeitdruck, ohne Bühne, ohne Agenda. 

Im Anschluss ging es für die Gruppe auf eine gemeinsame Fackelwanderung entlang des Spitzingsees. In der besonderen Atmosphäre am Seeufer wurden die Gespräche vom Abendessen ganz selbstverständlich weitergeführt.

Zweiter Tag im Arabella Alpenhotel Spitzingsee

Am 29. Januar wurde das Programm im Arabella Alpenhotel Spitzingsee fortgesetzt. In der Begrüßung griff Laura Schmidt den Spirit der Veranstaltung auf: elevatr versteht sich als „Beförderer des Spirits“ der Branche und tatsächlich war, wie Teilnehmer später sagten, „ab der ersten Sekunde ein Vibe zu spüren“.

Laura Schmidt steht vor einer Präsentationsfolie „elevatrFellowship 2026“ und eröffnet den zweiten Veranstaltungstag im Arabella Alpenhotel Spitzingsee.
Laura Schmidt eröffnete den zweiten Tag des elevatrFellowships 2026 im Arabella Alpenhotel Spitzingsee. (Foto: © HOGAPAGE/SAHO)

Als persönliche Highlights nannten einige Fellows dabei schon früh den Lego-Workshop und die Fackelwanderung. Zwei Momente, die für viele sinnbildlich für das Kick-off standen: Gemeinschaft, Kreativität und Austausch

Roadmap: So geht es nach dem Kick-off weiter

Im Anschluss stellte Laura Schmidt die Roadmap des Fellowships vor. Die kommenden Monate sind als hybride Lern- und Austauschphase aufgebaut:

  • Connect: Virtual Connects am 17. Februar und 18. Mai
  • Learn: „elevated by SHL“ – sechs Sessions vom 10. März bis 5. Mai
  • Grow Sessions: virtuell vom 13. April bis 22. Mai (in Kleingruppen mit Mentoren der Wahl)
  • Expert Session: am 25. Februar mit Katharina Darisse zum Thema Unternehmenskultur 

Die Grow Sessions sollen dabei besonders intensiv werden: In Gruppen von fünf bis sieben Fellows geht es um Karrierewege, Herausforderungen und konkrete Fragen aus dem Führungsalltag. 

Den Abschluss des Programms bildet das Upnxt Festival am 23. & 24. Juni 2026 in Berlin im silent green Kulturquartier.

Blick in die Zukunft: Was die Fellows antreibt

Ein Zusammenschnitt der Vorstellungsvideos machte anschließend deutlich, wie die Fellows selbst auf die Zukunft der Hospitality blicken: chancenreich, dynamisch und geprägt von großen Veränderungen. Künstliche Intelligenz wurde als wichtiges Thema genannt, aber ebenso klar war: echte Begegnungen dürfen nicht verloren gehen.

Immer wieder fiel dabei der Gedanke, dass Technologie und KI viele Prozesse übernehmen werden und der menschliche Faktor dadurch noch wichtiger wird. Gastfreundschaft komme am Ende von Menschen. Und genau deshalb sei moderne Führung entscheidend: Respekt, gute Zusammenarbeit und ein ehrliches Miteinander machen den Unterschied. 

CEO’s unplugged: Führung, Druck und Verantwortung – ohne Filter

Panel „CEO’s unplugged“ mit drei Personen auf Hockern und Moderatorin vor Präsentationsfolie beim elevatrFellowship 2026.
„CEO’s unplugged“ beim elevatrFellowship 2026: Offene Fragerunde mit Branchenentscheidern über Führung und Verantwortung. (Foto: © HOGAPAGE/SAHO)

Einer der intensivsten Programmpunkte war „CEO’s unplugged“ mit Stefanie Brandes, Erik Florvaag und Karl-Heinz Pawlizki. In der offenen Fragerunde ging es um Eigenschaften der nächsten Führungsgeneration, um persönliche Lernkurven und um die Realität von Verantwortung.

Die CEO’s sprachen über Themen wie Zuhören, Wertschätzung und Empathie, aber auch über Druck, schwierige Entscheidungen und den Umgang mit Erwartungen. Dabei wurde klar: Führung ist nicht immer bequem, aber sie muss ehrlich bleiben. Ein Gedanke, der mehrfach mitschwang: Man kann es nicht jedem recht machen und muss lernen, sich nicht alles zu Herzen zu nehmen.

Auch die Frage, wie Entscheider trotz strategischer Verantwortung nah am Geschehen bleiben, wurde diskutiert. Der Tenor: Präsenz zeigen, Interesse an der operativen Realität behalten und Teams nicht aus dem Blick verlieren.

Selbst aktuelle Branchenthemen wurden nicht ausgespart. In Bezug auf die Revo-Insolvenz ging es um Einordnung, mögliche Auswirkungen auf Banken und Lieferanten, aber auch um die Frage, welche Betreiber- und Vertragsmodelle künftig tragfähig sein können. 

Das Fazit nach dieser Session: sehr ehrliche, authentische Einblicke und eine Diskussion, die problemlos noch länger hätte weitergehen können.

Future (of) Skills: Lernen als Schlüsselkompetenz

Nach einer kurzen Pause folgte der Impulsvortrag „Future (of) Skills“ von Nicole Martin und Silvio Tschudi (Schweizer Hotelfachschule Luzern). Gemeinsam mit den Fellows wurde diskutiert, welche Fähigkeiten Karrieren geprägt haben und ob diese Kompetenzen 2030 noch dieselbe Bedeutung haben werden.

In interaktiven Fragen zeigte sich: Viele sehen Empathie, Resilienz und einen klaren Kopf als entscheidend. Gleichzeitig wurden Fähigkeiten wie klassisches Beschwerdemanagement oder organisatorische Routinen als Bereiche genannt, die sich durch KI verändern oder teilweise ersetzen lassen.

Besonders eindrücklich war die Kernfrage: Wofür braucht es Führungskräfte noch, wenn KI alle Antworten liefert? Die Antworten der Fellows waren deutlich: für Menschlichkeit, Flexibilität, Motivation und Teamführung.

Zu den diskutierten Future Skills gehörten:

  1. KI und Big Data
  2. Netzwerke und Cybersicherheit
  3. Technologische Kompetenzen
  4. Kreatives Denken
  5. Resilienz, Flexibilität und Agilität
  6. Neugier und lebenslanges Lernen
  7. Führungskompetenz und sozialer Einfluss
  8. Talentmanagement
  9. Analytisches Denken
  10. Verantwortung für Umwelt und Nachhaltigkeit 

Die Zukunft gehört nicht den Best-Qualifizierten, sondern den Lernfähigsten.

Silvio Tschudi, Schweizer Hotelfachschule Luzern

Im Anschluss arbeiteten die Fellows in Gruppen an jeweils einem Future Skill: Wo taucht die Fähigkeit im Hotelalltag auf und wie kann sie im Team gefördert werden? Die Ergebnisse wurden in kurzen Pitches vorgestellt.

Leaders of the Future: Führungskraft der Zukunft aus Lego

Beim Workshop „Leaders of the Future“ wurde es erneut kreativ. Unter Anleitung von Christian Henzler und Bjarne Wosnitza (newworx GmbH) bauten die Fellows in Gruppen eine Führungskraft der Zukunft – aus Lego-Steinen.

Die Modelle waren symbolisch und gleichzeitig erstaunlich konkret: Brücken standen für Führung als Verbindung, Netze als Schutznetz für Mitarbeiter, Bäume für Wachstum, Blumen für Harmonie oder ein Erste-Hilfe-Koffer als Zeichen von Sicherheit. Aus den Gruppenmodellen entstand schließlich ein gemeinsames Gesamtmodell – als Sinnbild dafür, dass moderne Führung aus vielen Elementen besteht und sich nur gemeinsam weiterentwickeln lässt. 

Lunch in der Spitzingalm

Auch der Lunch fand in der Spitzingalm statt – mit Käsespätzle und bayerischen Spezialitäten im Glas. Der Austausch lief dabei ganz selbstverständlich weiter: Gespräche wurden vertieft, Gedanken sortiert, Kontakte gefestigt. 

New Work als World Café: Purpose, Effizienz und psychologische Sicherheit

Am Nachmittag folgte ein World Café zum Thema New Work. In fünf Teams rotierten die Fellows durch verschiedene Stationen, jeweils mit acht Minuten Zeit pro Runde. Gastgeber fassten zusammen, was zuvor diskutiert wurde und die Gruppe ergänzte neue Gedanken.

Die fünf Stationen setzten unterschiedliche Schwerpunkte:

1) Purpose: Das „Why“ der Hospitality

Bei Sabrina Westphälinger ging es um Sinn und Leidenschaft im Beruf: Erfüllung, Spaß, Freude, aber auch Team, Nachhaltigkeit und das gemeinsame Ziel, Gäste zu begeistern. Hotels wurden hier auch als „Second Home“ beschrieben: Orte, an denen Menschen Geborgenheit finden. 

2) Effizienz: Fokus statt Vollgas

Arnulf Daxer brachte das Pareto-Prinzip ein: „80 ist das neue 100“. Es ging darum, mit gezieltem Einsatz maximale Wirkung zu erzielen – etwa beim Frühstücksbuffet, bei Social Media oder bei der internen Kommunikation. Qualität statt Quantität, Eigenorganisation und digitale Helfer wie Chatbots wurden als konkrete Ansätze diskutiert. 

3) Verantwortung: Entscheiden dürfen, Vertrauen bekommen

Bjarne Wosnitza stellte einen Satz in den Raum, der die Diskussion stark prägte: Verantwortung entsteht dort, wo Menschen entscheiden dürfen. Psychologische Sicherheit, Vertrauen, Delegation, positive Fehlerkultur und klare Ziele waren zentrale Stichworte – ebenso wie Anerkennung, Feedback und Geduld im Führungsalltag. 

4) Touchpoints im Mitarbeiterzyklus

Hendrik Scharnke richtete den Blick auf den gesamten Mitarbeiterweg von Bewerbung und Onboarding bis zum Exit. Transparenz, Orientierung und realistische Erwartungen wurden als Schlüssel genannt, ebenso wie Soft Skills, Motivation und Entwicklungsmöglichkeiten. 

5) Führung erfahrener Mitarbeiter: Respekt und Veränderung verbinden

Christian Henzler diskutierte mit der Gruppe eine Herausforderung, die viele Betriebe kennen: Wie führt man langjährige Mitarbeiter, die „schon immer alles gleich gemacht haben“? Im Fokus standen Bedürfnisse verstehen, Erfahrungen anerkennen, 1:1-Gespräche führen, Grenzen aufzeigen und Veränderungen nachvollziehbar erklären – immer auf Augenhöhe und mit Respekt. Alterdiversität wurde dabei ausdrücklich als Stärke gesehen. 

Leading Privathoteliers: Authentizität, Kultur und Mut zur Umsetzung

Moderation und zwei Speaker auf Stühlen vor einer Präsentationsfolie „Leading Privathoteliers“ beim elevatrFellowship 2026.
Session „Leading Privathoteliers“: Diskussion über Führung und Privathotellerie im Rahmen des elevatrFellowships 2026. (Foto: © HOGAPAGE/SAHO)

Zum Abschluss diskutierten Thies Sponholz (The Fontenay) und Wolfgang Greiner (Althoff Collection) in der Session „Leading Privathoteliers of the elevatr“, moderiert von elevatr Co-Founderin Nina Fiolka.

Beide betonten, wie wichtig es ist, kulturelle Themen ernst zu nehmen und sich als Führungskraft an neue Anforderungen anzupassen. Verlässlichkeit, Respekt, Rückhalt und Authentizität wurden als zentrale Eigenschaften genannt, ebenso wie „leading by example“ und die Fähigkeit, Dinge auch laufen lassen zu können.

Ein praxisnaher Gedanke von Thies Sponholz blieb besonders hängen: Der gute CEO arbeitet seine 10-Punkte-Liste ab, bevor daraus 50 Punkte werden. Priorisieren, entscheiden, abschließen – statt sich im Dauerstress zu verlieren.

Wolfgang Greiner beschrieb die Privathotellerie als Chance, Außergewöhnliches zu schaffen und individuelle Angebote zu entwickeln. Gleichzeitig sei es ein Segment mit großen Freiheiten und damit auch mit dem Mut, Fehler zu machen und daraus zu lernen.

Zum Schluss gaben beide den Fellows eine Frage mit: Nehmen sie Impulse aus solchen Gesprächen mit und trauen sie sich, diese im eigenen Unternehmen kritisch einzubringen und zu challengen? Genau dieser Mut zur Umsetzung wurde damit noch einmal zum zentralen Leitgedanken. 

Fazit: Zukunft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen

Der Kick-off des elevatrFellowships 2026 zeigte eindrucksvoll, wie viel Kraft in echtem Austausch steckt. Zwischen Warm-up und World Café, zwischen CEO-Gesprächen und Lego-Modellen wurde deutlich: Die Hospitality-Branche steht vor großen Veränderungen – technologisch, kulturell und in der Art, wie Führung verstanden wird.

Und doch blieb eine Erkenntnis konstant: Zukunft entsteht nicht allein durch Tools oder Trends, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, neugierig bleiben und bereit sind, voneinander zu lernen. Genau das war an diesen zwei Tagen in den Gesprächen, in den Fragen und in der Offenheit spürbar.

Wer am Spitzingsee dabei war, nahm nicht nur neue Kontakte mit, sondern vor allem ein Gefühl: Die Branche kann sich verändern, ohne ihren Kern zu verlieren. Denn Gastfreundschaft bleibt menschlich und wird gerade deshalb in einer digitaleren Welt umso wertvoller.

(SAHO)

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