Moin moin Internorga 2018

Moin moin Internorga 2018
Fotos: Hamburg Messe; iStockphoto
von Daniela Müller
Freitag, 09.03.2018

Auch in diesem Jahr freuen sich die Veranstalter über ausgebuchte Hallen: Rund 1.300 Aussteller aus 25 Nationen werden in diesem Jahr ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Als zweite große internationale Fachmesse des Jahres – gerade erst schloss die Intergastra ihre Tore in Stuttgart – startet die Internorga im März ins Rennen um die Gunst der Messebesucher. Im Mittelpunkt des Branchenevents steht dabei das umfassende Angebotsspektrum für den gesamten Außer-Haus-Markt. Außerdem setzt der Veranstalter, die Hamburg Messe, wieder auf ein recht umfangreiches und vielseitiges Rahmenprogramm, das mit internationalen Referenten, spannenden Live-Formaten und neuen Specials gespickt ist.

Frischer Wind weht in der Newcomers Area

Einen Besuch wert ist in jedem Fall die Newcomers Area. Sie gilt als eines der absoluten Messehighlights, denn innovative Konzepte und Ideen werden hier erstmals der Branche präsentiert. Insgesamt zeigen hier über 20 junge Unternehmer sich und ihre Produkte. Das Angebot reicht von außergewöhnlichen Servicedienstleistungen bis hin zu internationalen Food- und Getränkeinnovationen.

Innovativ geht es auch im Food Truck Village auf dem Messeparkplatz zu. Neben leckeren kulinarischen Angeboten erhalten die Besucher beim »Truckers Talk« wertvolles Know-how aus der mobilen Praxis.

Auf dem Grill & BBQ Court schlagen Männerherzen höher

Köstliches vom Rost bietet der Grill & BBQ Court, den die Messe gemeinsam mit dem Partner Grill-Kontor Hamburg in Halle A2 und auf dem Freigelände auf die Beine stellen wird. Hier gibt es alles, was echte Männerherzen begehren: klassische Grillgeräte, BBQ-Smoker, Dry-Aging-Kühlschränke bis hin zum passenden Catering-Equipment. Auf dem Freigelände der A-Hallen wird ordentlich eingeheizt: Das Rahmenprogramm hält Tastings und Live-Showgrillen bereit.

Das passende Bier zum Grillerlebnis bietet anschließend die Craft Beer Arena in Halle B4 OG. Bereits zum vierten Mal zeigen hier über 30 Brauer geballte Bierbraukunst und begeistern mit außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen. Wer es lieber noch einen Tick stärker mag, der kann in der gleichen Halle auch ein umfangreiches Angebot von Craft Spirits verkosten. Produzenten edler Destillate wie Gin, Whiskey, Rum, Obstbrand oder Wodka präsentieren hier ihre Produkte.

Wer wird der Next Chef?

Auch zahlreiche Wettbewerbe finden im Rahmen der Fachmesse wieder statt. Verliehen wird beispielsweise der Deutsche Gastro-Gründerpreis (9. März, 15 Uhr, Eingang Mitte, Saal Chicago). Hier treten kreative Gastro-Start-ups gegeneinander an, die mit ihrem Konzept die deutschsprachige Gastronomiebranche erobern wollen. Fünf Finalisten haben die einmalige Chance, ihre Geschäftsideen in je fünfminütigen Präsentationen vor Ort zu pitchen. Das Fachpublikum entscheidet auf der Messe live per App über den Hauptgewinner.

Mit Spannung erwartet wird zudem der Wettstreit um den Next Chef Award. Hier suchen die Internorga und Starkoch Johann Lafer wieder gemeinsam den besten Nachwuchskoch 2018. Die Kandidaten erhalten vier identische Zutaten, aus denen sie innerhalb von 60 Minuten ein innovatives Hauptgericht zaubern müssen. Jeder Tag bringt zwei Tagessieger hervor, die sich schließlich im großen Finale am 12. März (15 bis 17 Uhr, Foyer Ost OG) messen.

Schließlich werden auch in diesem Jahr in Hamburg wieder die Pizzaböden fliegen lernen. Gesucht wird der »Beste Pizzabäcker Deutschlands«. Der Erstplatzierte erhält den begehrten Titel und qualifiziert sich zusammen mit dem zweiten und dritten Sieger automatisch für das Finale der Pizza-Weltmeisterschaft in Parma, Italien. Dort backen dann etwa 40 Nationen um die Wette und den Titel »Pizza-Weltmeister«.

Die HOGAPAGE-Geheimtipps – für einen gelungenen Messe-Feierabend …

Nach der Messe nur noch die Füße hochlegen? Dafür istHamburgviel zu schade! Doch als Fremder geht man in den mannigfaltigen Angeboten der Hansestadt schnell unter. Deshalb haben wir ein paar waschechte Hamburger gefragt, welches Highlight sie für einen gemütlichen After-Messe-Abend empfehlen würden. Viel Spaß beim Erkunden unserer Messe-Feierabend-Geheimtipps!

Norbert Schreiert
Foto: privat

Norbert Schreiert, Geschäftsführer Paycult GmbH & Co. KG, Hamburg

Ein absolutes Muss für jeden Hamburger ist der Besuch der Elbphilharmonie direkt am Hafen. Das Gebäude ist an sich schon einen Besuch wert, gekrönt wird dieses Erlebnis aber durch die fantastische Aussicht von der sogenannten Plaza über den Hafen und die Stadt.

Ein anschließender Bummel durch die HafenCity und an den Landungsbrücken macht vielleicht Hunger. Dann empfehle ich einen Besuch im Clouds Heaven’s in den Tanzenden Türmen am Beginn der Reeperbahn. Hier ist der Ausblick atemberaubend, das Essen ist gut, wenn auch etwas teuer. Reservierung ist hier absolut erforderlich.
Wer gerne Fisch essen möchte, ist im Restaurant Fischmarkt im Portugiesenviertel direkt am Hafen gut aufgehoben. Immer frisch und lecker bei halbwegs moderaten Preisen. Auch hier empfiehlt sich eine Reservierung.

Und wer es lieber etwas schräg mag, der ist in Hamburgs bester Pizzeria bei Luigi´s, ebenfalls im Portugiesenviertel, bestens aufgehoben. Ganz eng bestuhlt, laut, lebhaft und trotz Reservierung muss man auch mal 60 Minuten warten! Die Wartezeit wird aber mit kostenlosem Prosecco gut überbrückt. Nach dem Essen werden eine Flasche Sambuca und eine Flasche Grappa zur besseren Verdauung auf den Tisch gestellt.

  • Favoloso
    Restaurant & Aperitivo Milano Lounge
    Dammtorstraße 25
    Tel.: 040 35018960
    www.favoloso.de
Kay Schlichting
Foto: privat

Kay Schlichting, Geschäftsführender Gesellschafter, Foodpol Concept Catering GmbH, Hamburg

Das Favoloso ist ein gemütlicher Italiener in der Hamburger Innenstadt, direkt neben der Staatsoper.Hier arbeiten durchweg Italiener aus Milano und das schmeckt man nicht nur an den Speisen. Das typische Dolce Vita wird durch den Service weiter zum Gast transportiert: kreative Mailänder Küche auf den Punkt, egal ob mittags, abends oder am späten Nachmittag zum Aperitivo (wo man sich in Milano traditionell zum Snack und Drink trifft). Im Sommer, wenn in Hamburg schon mal die Sonne scheint, bietet die kleine Terrasse schöne Plätze. Das Ganze in einer entspannten Atmosphäre kombiniert mit Kunst und Design.

Gabriele Gugetzer
Foto: Uwe Tölle

Gabriele Gugetzer, Redaktion HOGAPAGE Magazin, Hamburg

Thomas Martin vom hanseatischen Zweisterne-Klassiker »Jacobs« kriegt eine neue Küche. Gut für ihn. Gut für uns.Denn bis nach Ostern ist er mit seiner gesamten Brigade in ein Pop-up-Restaurant gegenüber der »Elphi« gezogen. Martin mal in billiger, ist die Devise, zum Teilen sind die Teller, die Produktqualität ist mit handgetauchter Jakobsmuschel und handgeangeltem Wolfsbarsch eindeutig im oberen Bereich, die Preise liegen pro Teller unter 20 Euro. Auch die Weinkarte lässt sich sehen, maximal 150 Euro kostet die Flasche, aber für 28 Euro gibt’s auch schon Leckeres. Unbedingt reservieren, es gibt nur 28 Sitzplätze. Die Bar lohnt einen Abstecher. Ausschließlich abends geöffnet!

Jan-Patrick Timmer
Foto: privat

Jan-Patrick Timmer, Inhaber, Agentur High Food, Hamburg

Erich Kästner muss im Rive gewesen sein, als er für seine »Sachliche Romanze« die Zeile »Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken …« dichtete. Fish & Faible sagen die Betreiber Alexander und Yvonne Tschebull zu ihrem Restaurant am Fischmarkt und bringen mit der Kombination aus gelungener Küche und unaufdringlichem Service oft die Gäste in Schwierigkeiten, sich auf die kulinarischen Genüsse zu konzentrieren, wenn scheinbar direkt am Tisch hochhausgroße Containerschiffe und schwimmende Hotelkomplexe vorbeiziehen. Ein Muss für jeden, der wissen will, warum auch alteingesessene Hanseaten immer wieder von der Faszination Hafen und Elbe sprechen.

Und falls im Rive kein Platz mehr frei ist, hier noch eine ebenso feine Alternative: Schon der Name Witwenball verdient die Beachtung dieses Restaurants in Eimsbüttel. In das ehemalige Tanzlokal aus den Zwanziger Jahren (Elfriedes Witwenball) zog vor einigen Jahren ein Restaurant mit beachtlicher Weinkompetenz ein, der Name wurde beibehalten. Die Küche hält das hohe Niveau der Weinkarte, während das Team um Julia Bode es schafft, auf diesem Level eine sympathische Nachbarschaftsatmosphäre entstehen zu lassen. Alle zusammen zeigen, dass die Kunst des Genusses nicht durch Fachvorträge von Sommeliers unterbrochen werden muss. Aromen sprechen doch für sich.

Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.

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