Die schönsten Neuheiten für die Outdoor- Gastronomie
Foto: Käfer

Hallo, mein Sonnenschein!

Die schönsten Neuheiten für die Outdoor- Gastronomie

von Michael Eichhammer
Montag, 30.01.2017
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Wenn das Wetter mitspielt, sitzen Gäste zwischen April und Oktober am liebsten im Freien. Auch der Umsatz steigt, wenn Sonne und frische Luft zum Mitarbeiter des Gastwirts werden. Der außengastronomische Bereich ist daher für die Wirtschaftlichkeit des Betriebs nicht zu unterschätzen. Wer Gäste in der Sonnensaison verlässlich an sich binden will, braucht daher nicht nur ein gutes Outdoor-Konzept, sondern auch das entsprechende Mobiliar.

Der Reichstag in Berlin ist das einzige Parlamentsgebäude der Welt, das ein öffentliches Restaurant beherbergt: das Käfer Dachgarten-Restaurant. Bieten kann die Terrassen-Gastronomie 13 Punkte im Gault & Millau und das ganz besondere Ambiente dieses Ortes.

»Gäste schätzen es, Neues zu entdecken, denn ein attraktives Ambiente mit frischen Ideen kommt immer gut an und macht neugierig«, weiß Mirko Lauer, Geschäftsführer bei Vega. »Funktionale Möbel, die natürlich zum Stil des Hauses passen sollten, unterstützen ein erfolgreiches Outdoor-Geschäft.« Neben der Qualität sollte man auch darauf achten, dass die Möbel für die besonderen Bedürfnisse der Gastronomie maßgeschneidert sind. Gute Outdoor-Möbel müssen wetterfest, UV-beständig und pflegeleicht sein. Nur wenn Langlebigkeit auch unter Dauereinsatz gewährleistet ist, können sich die Kosten amortisieren.

Tropft nicht, wackelt nicht ...

Mobiliar aus hochwertigen Kunststoffen und Möbel mit Aluminium-Rahmen sind daher auch in dieser Saison angesagt. Kommt Polsterung ins Spiel, gilt es, das Augenmerk auf die Eigenschaften des Materials zu legen: Polsterungen mit Materialien wie Quick-Dry-Foam-Schaumstoffen trocknen z. B. nach Regen besonders schnell. Was die Optik angeht, sollten die Materialien auf den Gast natürlich wirken und dennoch möglichst wetterfest sein. Daher wird zwar gern auf echtes Holz verzichtet, Holzoptik dagegen liegt zeitlos im Trend. Unverändert beliebt sind Farben wie Weiß, Sand und Taupe. Je nach Lokalität kann es auch wichtig sein, wie leicht die Möbel nach dem Einsatz stapelbar sind. Zudem sollte sich das Mobiliar nach der Saison platzsparend einlagern lassen. Tische mit Kippmechanismus oder Seitenstapler sind ideal bei wenig Platz. Auch modulare Lösungen, bei denen sich Tische auf unterschiedliche Weise miteinander kombinieren lassen, sind beliebt, um kleinen wie großen Gruppen gerecht zu werden. Auch ein funktionaler Mehrwert ist gern gesehen – beispielsweise im Tisch integrierte »Antiwackelausrüstungen«, die Bodenunebenheiten ausgleichen, damit Tische auf jedem Untergrund sicher stehen, ohne zu wackeln.

Nicht vergessen: Neben den Möbeln für die Gäste sind als Zusatzausrüstung Beschattung und Servicetische mit einzuplanen. Heizstrahler helfen ebenfalls, die Bewirtungszeiten zu erhöhen. Und weil das Auge bekanntlich mitisst: Pflanzen als Deko gehören zum sommerlichen Ambiente einfach dazu.

Konway
Foto: Konway

Ein einzigartiges, futuristisches Design bietet die Reihe FAZ von Konway.Perfekt für eine außergewöhnliche Location, die auf frische Optik und Hingucker setzt – z. B. in der Event- und Trendgastronomie oder einem Design-Hotel.

GO IN
Foto: GO IN

Pulverbeschichtetes Aluminium und Mesh-Gewebe sind Materialien, die Heimeligkeit signalisieren und Wind und Wetter trotzen. Dieses Modell von GO IN ist auch als Barhocker-Variante erhältlich.

Konway
Foto: Konway

Eine Aluminium-Lounge mit wetterfesten Kissen, die Purismus und Behaglichkeit kombinieren soll: Melbourne soll zum  dauerhaften Verweilen auf der gastronomischen Terrasse verlocken. Das modulare System erlaubt es, immer wieder neue Sitzlandschaften zu gruppieren.

Objekt m
Foto: Objekt-m

Der Aluminium-Rahmen des stapelbaren Vilano burned von objekt-m ist mit einem UV-beständigen Kunststoffgeflecht überzogen. Die Armlehne soll Natur pur ausstrahlen, gleichzeitig aber wetterwest sein. Sie besteht deshalb aus pflegeleichtem Polywood-Holzimitat.

GO IN
Foto: GO IN

Die italienische Möbelmarke TOOU wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz exklusiv von GO IN vertreten. Die drei stapelbaren Stuhlmodelle Joi sind aus Polypropylen und für Indoor- wie Outdoor-Einsätze gleichermaßen gewappnet. Praktisch ist das abnehmbare, wasserabweisende Sitzkissen.


Nachgefragt bei Joachim A. Hagen von objekt-m DMD GmbH

Welche Kriterien machen die Qualität von Outdoor-Möbeln in der Gastronomie aus?

Zunächst einmal ist die Wetterbeständigkeit wichtig. Deswegen besteht der Rahmen in der Regel aus einem rostfreien Material wie Aluminium. Das Geflecht für Sitzfläche und Rücken wird aus pflegeleichtem Kunststoff gefertigt. Hierbei ist die Qualität der Anti-UV-Beschichtung wichtig. Bei einer schlechten Beschichtung verliert das Material durch die Sonneneinstrahlung schnell die Farbe und wird brüchig.

Verwitterte Möbel schrecken Gäste ab

 

 

Joachim A. Hagen von objekt-m
DMD GmbH

Outdoor-Möbel sollten daher nie mit einer harten Bürste gereinigt werden, weil die Beschichtung dadurch beschädigt werden kann. Wir empfehlen zudem stapelbare Terrassenmöbel, die außerhalb der Saison leicht aufbewahrt werden können.

Was sind die Trends der Saison?

Aus meiner Sicht bleibt es bei gedeckten Farben wie Burned (Dunkelbraun) und Schwarz oder Mokka. Zusätzlich bemerke ich ein verstärktes Aufkommen von Grau und Serano bzw. Honey – eine Art Karamellton. Andererseits setzen wir auch viele Plastikstühle in leuchtenden Farben wie Rot, Grün oder Orange ab. Beim Rahmen selber scheint sich die Bambus-Optik einer großen Beliebtheit zu erfreuen.

Inwieweit sind neue Möbel eine lohnende Investition für eine – aus Gastronomensicht – erfolgreiche Saison?

Die Lebensdauer von Outdoor-Möbeln ist begrenzt. Früher oder später bleichen die Möbel aus, insbesondere, falls sie ständig im Sonnenlicht stehen. Dadurch werden sie unansehnlich. Sobald die Farbe beginnt, ausgewaschen zu wirken, sollte man die Möbel ersetzen, weil sie nicht mehr einladend wirken.


Nachgefragt bei Hubert Houillot, Inhaber, Seehaus am Ammersee

Ist der Outdoor-Bereich Ihr Kern­geschäft?

Das ist beim Seehaus immer wetterabhängig. Bei gutem Wetter wollen alle draußen sein.

Was gehört als Equipment unbedingt zur Außengastronomie?

Das ist natürlich zunächst eine Geldfrage: Es kommt klar darauf an, wie viel ich ausgeben möchte. Um wetterunabhängig zu sein, reicht nicht nur eine Sonnenmarkise, sondern man sollte sich um eine Lösung bemühen, die auch vor Regen und Wind schützt.

Hier sitzt

der Gast

gerne …

Hubert Houillot

Möbel unterstützen ein angenehmes Ambiente. Was ist sonst noch wichtig, um im Outdoor-Bereich eine Wohlfühlatmosphäre für den Gast zu schaffen?

Qualität ist erste Priorität – ob Einrichtung, Küche oder Service. Das schätzt der Gast in allen Bereichen am meisten. Das ist sogar wichtiger als die Lage.

Was macht gute Outdoor-Möbel aus?

Aus der Sicht des Gastes: gemütlich sitzen. Es darf kein Stuhl sein, wo die Leute das Gefühl bekommen: Ich muss wieder gehen, ich kann nicht mehr sitzen. Im Idealfall kommen Gäste nicht für eine halbe Stunde, sondern auch gern für mehrere Stunden. Aus der Sicht des Gastronomen: Die Sitzgelegenheit sollte über Jahre stabil und wetterunabhängig sein. Draußen sollte man keine Holzmöbel benutzen – oder man muss akzeptieren, dass sie irgendwann grau werden.

GO IN
Foto: GO IN

Picknick-Optik: Die Tisch-Bank-Kombi TT1000 (GO IN) aus pulverbeschichtetem Aluminium bietet Platz für eine Runde von sechs Personen.

Konway
Foto: Konway

Unverwüstlich? Der Aluminium-Stapelsessel Faro von Konway will geringes Gewicht trotz Robust-heit erreichen. Die Armlehnen sollen besonders kratzfest sein.

Vega
Foto: Vega

Die flexible Tischsäule Flekso (Vega) passt sich an Bodenunebenheiten an und meistert dank ihres Kugelgelenksystems sogar Gefälle im Gelände oder eine Stufe.

Vega
Foto: Vega

Modernes mediterranes Flair als Blickfang: Der Niara ist neu im Stuhl-Programm von Vega. Er steht in den Farben Taupe, Senfgelb, Marsala und Anthrazit in Matt-Effekt zur Wahl. Für Sitzkomfort sollen die Allwetter-Sitzkissen Metropolitan mit wasserabweisendem Bezug sorgen.

 

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